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Makita DHS900 Test: Die starke 36V Akku-Handkreissäge im Praxis-Check

Als ich zum ersten Mal die Makita DHS900 in der Hand hatte, war mein erster Gedanke: „Das ist keine Handkreissäge – das ist eine kleine Kettensäge mit Kreissägeblatt.“ 6 kg schwer, angetrieben von zwei Akkus, ein 235-mm-Blatt und gewaltige 85 mm Schnitttiefe. Die meisten Akku-Handkreissägen geben bei 55 oder 57 mm auf – die DHS900 fängt da erst richtig an.

Ich setze die Säge seit geraumer Zeit bei meinen DIY-Projekten im Garten ein. Als bei mir die dicke Unterkonstruktion für die selbstgebaute Poolverkleidung für Aufstellpools und kurz davor die Mülltonnenbox anstanden, hatte ich endgültig genug vom „Balken-Wenden“. Jedes Kantholz anzuschneiden, es mühsam um 180 Grad zu drehen und den Schnitt von der anderen Seite exakt zu treffen, kostet extrem viel Zeit und sieht oft einfach unsauber aus.

Ich zeige dir: Was die Makita DHS900 wirklich kann, wo sie mich ehrlich gesagt nervt, welche Variante du kaufen solltest – und ob es sinnvollere Alternativen für deinen konkreten Einsatzzweck gibt. Ich nutze die Säge nun seit 2023 und habe ehrlich noch keinen Tag bereut. Sie ist kabellos, schnell einsatzbereit und dadurch auch in jeder Ecke im Grundstück extrem flexibel einsetzbar.

TL;DR: Die Makita DHS900 in 30 Sekunden

Makita DHS900 – Steckbrief auf einen Blick

Modell Makita DHS900Z / DHS900ZU
Akkusystem 2 × 18V LXT (= 36V effektiv)
Sägeblatt 235 mm Ø / Bohrung 30 mm
Schnitttiefe 90° 85 mm
Schnitttiefe 45° 61 mm
Schnitttiefe 60° 44 mm
Neigungsbereich 0° – 60° (rechts)
Leerlaufdrehzahl 4.500 min⁻¹
Motor Bürstenlos (Brushless) + ADT + XPT
Gewicht (mit 2×5Ah) 6,0 kg
Maße (L×B×H) 413 × 196 × 316 mm
Schallleistungspegel 104 dB(A) – Gehörschutz Pflicht!
Vibration ≤ 2,5 m/s²
Führungsschiene Nativ, ohne Adapter
AWS (Bluetooth Staubsauger) Optional (DHS900ZU: inklusive)
Nicht kompatible Akkus BL1890 (9Ah) & BL18120 (12Ah) passen NICHT
Infografik der Makita DHS900 mit technischen Eigenschaften und 85 mm Schnitttiefe

DHS?

D: Steht bei Makita für den 18V Akkubetrieb im LXT-System (abgeleitet von Direct Current / Gleichstrom). Alle aktuellen 18V-Geräte fangen mit einem D an (z.B. DHP für Schlagbohrschrauber, DTD für Schlagschrauber). Da die DHS900 zwei 18V-Akkus nutzt, fällt sie ebenfalls in diese Kategorie.
HS: Steht für Hand Circular Saw, also auf Deutsch schlichtweg Handkreissäge. (Kabelgebundene Handkreissägen von Makita heißen oft einfach nur „HS“, z.B. HS7101).

Was ist die Makita DHS900 – und warum habe ich sie gekauft?

Die DHS900 ist Makitas stärkste Akku-Handkreissäge im bewährten 18V-LXT-System. Der Clou: Sie läuft zwar mit den normalen 18V-Akkus, die du vermutlich eh schon von deinem Akkuschrauber hast, schaltet aber zwei davon in Reihe. Das ergibt 36V Arbeitsspannung. Damit schlägt sie eine Brücke zwischen dem klassischen Heimwerker-Segment und dem neuen (und deutlich teureren) Makita XGT-40V-Profi-System.

Mit 85 mm Schnitttiefe liefert sie eine Leistung, die früher ausschließlich schweren Netz-Sägen vorbehalten war. Wer nur gelegentlich ein paar Bretter in der Garage kürzt, braucht diese Säge nicht. Wer aber wie ich regelmäßig im Holzbau (Poolpodeste, Zäune, Carports) unterwegs ist und in dickes Vollholz sägt, wird sie lieben – sobald man sich an das Gewicht gewöhnt hat.

Eingesetzt wird sie klassischerweise:

  • Im Holz- und Dachbau (Abbund, Sparren, Schwellen)
  • Beim Sanieren (tragende Konstruktionen, Balken)
  • Im Innenausbau mit starken Balken
  • Auf der Baustelle, wo ein Kabel keine Option ist
  • In der Werkstatt, wenn du Flexibilität willst

Wer nur gelegentlich Bretter in der Garage kürzt, braucht diese Säge nicht. Wer aber regelmäßig in dickes Vollholz geht, wird sie lieben – sobald er sich ans Gewicht gewöhnt hat.

Angebot
Das 85mm-Monster: Makita DHS900Z (Solo)(*)
Brachiale Tiefe: Sägt mühelos 85 mm dicke Balken und Kanthölzer in einem einzigen Durchgang.
Konstante Power: Der bürstenlose 36V-Motor (2x18V) zieht dank ADT-Technologie auch bei feuchtem Holz ohne Drehzahlverlust durch.
Clever sparen: Die Solo-Variante ohne Akkus ist die perfekte Wahl, wenn du bereits 18V LXT-Akkus im Schuppen hast.
Die selbstgebaute Mülltonnenbox mit vier Plätzen - die Makita DHS900 hat hier bei Brettern und Balken mit gesägt.

Technische Daten im Detail

Motor: Bürstenlos + ADT + XPT

Der bürstenlose Motor ist das Herzstück. Gegenüber Kohlebürsten-Motoren hast du damit zwei Vorteile: mehr Laufleistung pro Akku-Ladung und deutlich längere Motorlebensdauer – kein Bürstenverschleiß, kein regelmäßiger Austausch.

Dazu kommen zwei Makita-Technologien, die im Datenblatt gern übersehen werden (übrigens habe ich Dir auch den Makita-Code komplett entschlüsselt):

  • ADT (Automatic Torque Drive Technology): Die Elektronik passt die Drehzahl automatisch an den Widerstand des Materials an. Hartes Holz? Die Säge zieht mehr Strom und dreht langsamer, aber mit mehr Drehmoment. Du bemerkst das daran, dass die Säge nicht einfach absäuft, wenn du in dicke Eiche gehst.
  • XPT (Xtreme Protection Technology): Das Gehäuse ist gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet. Auf der Baustelle keine Nebensache. Ich habe die Säge im Regen benutzt – kein Problem.

Schnittleistung: 85 mm bei 90° – das ist der Unterschied

Zum Vergleich: Die kleinere Makita DHS682 schafft 57 mm, die DHS782 kommt auf 62,5 mm. Die DHS900 macht mit 85 mm einen Sprung, der beim Abbund entscheidend ist. Damit kommst du durch ein 80-mm-Kantholz in einem Schnitt durch – ohne Wenden, ohne Nacharbeiten von der Rückseite.

Bei 45° Gehrung bleiben noch 61 mm übrig. Das reicht für die meisten Innenausbau-Anwendungen locker. Erst bei 60° Schrägschnitt fällst du auf 44 mm – aber wann sägt man schon 60°?

Auf der Seite von Makita kannst du kleinere und größere Makita Akku-Handkreissägen gut vergleichen. Für 70 mm und 80 mm Balken ist die Makita DHS900 die optimale Wahl. Bei größeren Querschnitten reicht es immerhin noch problemlos für Zapfen (hier 140 mm x 140 mm Pfosten für den Carport).

Bei den 140x140 mm Balken für den Carport ist auch die Makita DHS900 zu klein - aber im Foto ist ein Balken mit einem Zapfen zu sehen, der mit der Makita DHS900 bearbeitet wurde - im Hintergrund sieht man eine selbstgebaute Poolverkleidung und die Makita DHS900 auf einer Makita Führungsschiene.

Akkulaufzeit: Bis zu 110 Schnitte mit 2×5Ah

Makita gibt an, dass du mit zwei vollgeladenen 5,0 Ah Makita Akkus (BL1850B) bis zu 110 Schnitte in Eichenholz der Dimension 80 × 300 mm schaffst. In der Praxis heißt das: An einem normalen Arbeitstag mit mehreren Pausen und wechselnden Materialien kommst du gut durch – vorausgesetzt, du hast Ersatzakkus dabei. Auf dem Dach oder am Gerüst willst du keinen toten Akku riskieren.

Alle DHS900-Varianten – welche solltest du kaufen?

Makita bietet die DHS900 in einer Vielzahl von Bundles an. Hier das Wesentliche:

Modell Inhalt Meine Empfehlung
DHS900Z Solo – nur Säge, ohne Akku, ohne Ladegerät Wenn du schon LXT-Akkus hast
DHS900ZU Solo + AWS-Modul WUT01 + EFFICUT-Blatt + Parallelanschlag Sinnvoll, wenn du einen AWS-Sauger hast
DHS900T2 + 2 × BL1850B (5Ah) – ohne Ladegerät Nur sinnvoll, wenn du bereits ein Ladegerät hast
DHS900PT2 + 2 × BL1850B + DC18RD Doppelladegerät Komplettpaket für Einsteiger ins LXT-System
DHS900RG2 + 2 × BL1860B (6Ah) + DC18RC Ladegerät Mehr Kapazität = mehr Schnitte am Tag
DHS900PG2 + 2 × BL1860B (6Ah) + DC18RD Doppelladegerät Für professionellen Dauereinsatz

Meine klare Empfehlung: Wenn du bereits im Makita LXT-System unterwegs bist, nimm die DHS900Z (Solo) und nutze deine vorhandenen Akkus. Willst du die AWS-Funktion nutzen, greif zur DHS900ZU. Neueinsteiger ohne LXT-Basis holen sich das PT2-Set – da ist alles drin.

Makita DHS900 im Praxistest – was sie wirklich kann

Leistung & Motorverhalten

Ich habe die DHS900 durch 70er und 80er Pfosten aus dem Baumarkt und frisches Fichten-KVH in 80×120 mm gejagt. Alte Eichenbalken fehlen noch. Kurzes Fazit: Die Säge verliert in keinem dieser Materialien nennenswert an Drehzahl. Das ADT-System arbeitet still im Hintergrund und liefert genau das, was das Material gerade braucht. Kein Stottern, kein plötzlicher Drehzahleinbruch.

Zum Vergleich: Eine günstige 18V-Einakku-Säge setzt schon bei 65-mm-Buche merklich unter Last. Die DHS900 schluckt das klaglos.

Führungsschiene – ohne Adapter, das ist Gold wert

Die Tatsache, dass die DHS900 nativ auf Makita-Führungsschienen passt, ist ein echter Praxisvorteil. Du setzt die Säge direkt auf die Schiene, kein Adapter-Fummelei, kein Spiel. Ich nutze sie regelmäßig mit der Makita 1,5-m-Schiene für Längsschnitte in Spanplatten und OSB. Die Schnittgüte ist dabei deutlich besser als freihand.

Ein Hinweis aus der Praxis: Wenn du auf der Führungsschiene unsaubere oder leicht kurvig verlaufende Schnitte bekommst, liegt das meistens nicht an der Säge, sondern am Sägeblatt. Das beiliegende Standard-Blatt ist ordentlich, aber für präzise Führungsschienen-Arbeit empfehle ich ein Wechsel auf ein Qualitätsblatt (mehr dazu weiter unten).

Das Pflicht-Zubehör: Makita Führungsschiene 1,5m (199141-8)(*)
Ausrissfreie Kanten: Die integrierte Gummilippe verhindert das Ausreißen des Holzes am Schnittrand.
Spielfreier Halt: Die DHS900 greift ohne lästige Adapter direkt und spielfrei in die Nut der Schiene ein.
Erweiterbar: Mit 1.500 mm perfekt für Platten und lange Balken – und per Verbinder jederzeit endlos verlängerbar.

AWS – automatischer Staubsauger-Start per Bluetooth

Die AWS-Technologie (Auto-start Wireless System) verbindet die Säge per Bluetooth mit einem kompatiblen Makita-Staubsauger. Startest du die Säge, läuft der Sauger automatisch mit – stoppst du, stoppt auch der Sauger nach kurzer Nachlaufzeit.

In der Praxis: Ich nutze das mit dem Makita VC4210L. Funktioniert zuverlässig, solange der Sauger in AWS-Reichweite (ca. 10 m) steht. Der Aufwand der Einrichtung ist minimal. Die DHS900ZU kommt mit dem WUT01-Modul für genau diesen Zweck.

Kleine Einschränkung: Bei sehr staubintensiven Schnitten – z.B. Längsschnitte in rohem Fichtenholz – ist die Staubabsaugung über den Absaugstutzen nicht perfekt. Die Pendelhaube kann dabei den Zugang zum Stutzen etwas behindern. Das ist kein Einzelfall, sondern ein konstruktionsbedingtes Thema, das mehrere Nutzer berichten.

Gewicht & Ergonomie

6 Kilogramm sind 6 Kilogramm. Das muss ich dir nicht schönreden. Freihandschnitte über Kopf – vergiss es. Die DHS900 ist für den Einsatz auf dem Sägebock, der Werkbank oder auf der Führungsschiene gemacht, nicht für Einhand-Kunststücke.

Trotzdem: Die Gewichtsbalance ist überraschend gut. Die seitlich versetzten Akkuschächte sorgen dafür, dass die Säge nicht nach vorn oder hinten kippt. Der Softgrip an beiden Griffen macht auch längere Arbeitssessions angenehmer als ich erwartet hätte.

Zum Vergleich: Eine kabelgebundene 85-mm-Handkreissäge wiegt nicht selten 8–9 kg – die DHS900 ist also trotz allem das leichtere Werkzeug für diese Schnitttiefe.

Motorbremse

Die elektronische Motorbremse stoppt das Sägeblatt in Sekunden nach dem Loslassen des Schalters. Das ist keine Spielerei – das ist sicherheitsrelevant bei einer Säge dieser Größenordnung. Daumen hoch.

Was mich an der DHS900 ehrlich nervt

Ich bin kein gesponsorter Werbeblog. Deshalb bekommst du hier die Schwächen ungefiltert:

  1. Das Gewicht – kein Argument dagegen: 6 kg sind für Gelegenheitsnutzer schlicht zu viel. Wer selten sägt, wird die Säge mehr verfluchen als lieben. Das ist keine Sicherheitswarnung, sondern ein Praxishinweis.
  2. Staubabsaugung könnte besser sein: Die Pendelhaube blockiert bei bestimmten Schnitten den Absaugkanal partiell. Resultat: mehr Staub als bei einer Tauchsäge. Wenn saubere Schnitte in Innenräumen dein Haupteinsatz sind, schau dir lieber die Makita DSP600 (Tauchsäge) an.
  3. Preis: Die DHS900Z kostet solo über 400 €, mit ordentlichen Akkus landest du schnell bei 600–700 €. Das ist kein Hobbypreis. Wer selten sägt, ist mit der günstigeren DHS682 oder DHS782 besser beraten.
  4. Die 9Ah/12Ah-Akkus passen nicht: Das ist ein Punkt, der mich geärgert hat. Wer XL-Akkus (BL1890, BL18120) im LXT-System hat, kann sie an der DHS900 nicht verwenden. Die mechanischen Abmessungen dieser Hochkapazitäts-Akkus passen nicht in die seitlichen Akkuschächte. Außerdem wäre die Säge dann nochmal deutlich schwerer.
  5. Kein Laser, keine LED-Schnittlinie: Die LED beleuchtet den Arbeitsbereich, markiert aber keine Schnittlinie. Für freihändige Schnitte auf Markierung musst du dich auf dein Auge verlassen oder einen Parallelanschlag nutzen. Ich persönlich säge fast ausschließlich mit der Makita Führungsschiene.
Das begeistert mich
  • Enorme Schnitttiefe: 85 mm in einem Rutsch – ein echter Gamechanger im Holzbau.
  • Direkt auf die Schiene: Passt nativ (ohne Adapter) auf Makita-Führungsschienen.
  • Konstante Power: Das ADT-System hält die Drehzahl auch bei feuchtem Holz stabil.
  • Sicherheit: Die Motorbremse stoppt das 235-mm-Blatt in Sekundenbruchteilen.
Das nervt mich
  • Spürbares Gewicht: 6 kg sind schwer. Nichts für Überkopf-Arbeiten oder das Dach.
  • Zwei Akkus zwingend: Mit nur einem 18V-Akku läuft die Maschine nicht an.
  • Akkus passen nicht: Die großen 9Ah und 12Ah LXT-Akkus passen mechanisch nicht rein.
  • Staubabsaugung: Die Pendelhaube blockiert bei tiefen Schnitten den Absaugkanal partiell.

Für wen ist die Makita DHS900 die richtige Säge?

Die DHS900 ist deine Säge, wenn du:
  • im Holz- oder Dachbau arbeitest und Vollholz bis 85 mm schneidest
  • bereits im Makita LXT 18V System investiert hast (Akkus & Ladegeräte)
  • auf der Baustelle oder am Gerüst ohne Strom arbeitest
  • eine Führungsschiene nutzt und präzise Längsschnitte in Platten oder Balken brauchst
  • eine starke Alternative zur kabelgebundenen Profi-Säge suchst
Lass die DHS900 stehen, wenn du:
  • hauptsächlich dünne Bretter, Paneele oder Laminat schneidest (da ist 85 mm völlig übertrieben)
  • kein LXT-System hast und komplett neu einsteigst – der Gesamtinvest wird sehr hoch
  • primär in Innenräumen sauber sägen willst (Tauchsäge DSP600 ist da sinnvoller)
  • eine leichte, gut handhabbare Säge für Gelegenheitsarbeiten suchst
  • auf das 40V XGT System setzen willst (dort gibt es die HS011G mit noch mehr Leistung)

Welche Sägeblätter passen zur DHS900?

Das mitgelieferte EFFICUT-Sägeblatt (235×30 mm) ist ein ordentlicher Allrounder für frisches Holz. Für spezifischere Einsätze lohnt sich ein Blatt-Wechsel:

Einsatz Empfohlenes Blatt Zähne
Konstruktionsvollholz, grobe Schnitte Makita EFFICUT 235 mm 24 Z
Spanplatten, Leimholz, Führungsschiene Bosch Expert for Wood / Bosch Expert Multi Material 48 Z
Feinschnitte, Möbel, lackiertes Holz CMT Orange / Festool Sägeblatt 235 mm 60–80 Z
Weichholz, Brennholz, grob Makita Standard HM 235 mm 16–18 Z

Bohrung beachten: Die Makita DHS900 braucht zwingend Sägeblätter mit 30 mm Bohrung. Blätter mit 25,4 mm (1 Zoll) oder anderen Maßen passen nicht ohne Reduzierbuchse.

Der KVH-Spezialist: Makita EFFICUT (24 Zähne)(*)
Akku-Sparer: Das spezielle EFFICUT-Zahndesign sorgt für spürbar weniger Widerstand und schont deine 18V-Akkus.
Fürs Grobe: Mit 24 Zähnen das perfekte Blatt für schnelle Längs- und Querschnitte in Konstruktionsvollholz.
Passgenau: 235 mm Durchmesser und 30 mm Bohrung – sitzt perfekt auf der Makita DHS900.
Für saubere Kanten: Bosch Expert for Wood (48 Zähne)(*)
Feinschnitt: Die 48 Hartmetallzähne sorgen für extrem saubere und ausrissfreie Schnitte in Plattenwerkstoffen und Leimholz.
Weniger Reibung: Die spezielle ProteQtion-Beschichtung kühlt das Blatt und verhindert das Verkleben mit Harz.
Kompatibel: Dank 235 mm Durchmesser und 30 mm Bohrung passt es nahtlos auf deine Makita.

Praxis-Tipp:

Auf der Führungsschiene machen sich dünne Akku-Sägeblätter mit geringer Kerf-Breite besonders gut – weniger Schnittverlust, sauberere Kante. Das Makita EFFICUT ist schon recht dünn, was auf der Führungsschiene gut funktioniert. Wenn das Blatt anfängt zu schlingern und Kurven in den Schnitt macht, ist es stumpf – wechseln, nicht schärfen.

Makita E-01915 EFFICUT Kreissägeblatt Ø 235 mm mit 24 Zähnen für schnelle und saubere Holzschnitte – passend für die Makita DHS900 Akku-Handkreissäge

Alternativen zur Makita DHS900 – was sonst in Frage kommt

Makita HS011G (40V XGT) – der logische Nachfolger

Wenn du neu ins Makita-System einsteigst oder bereits über XGT nachdenkst, ist die HS011G der interessantere Kauf. Ein einzelner 40V-Akku, 270-mm-Blatt, 101 mm Schnitttiefe bei 90°, max. 1.600 Watt Ausgangsleistung. Das ist ein anderes Kaliber. Die HS011G passt ebenfalls nativ auf Makita-Führungsschienen.

Nachteil: Das XGT-System ist teurer im Einstieg, und bestehende LXT-Akkus laufen dort nicht. Für LXT-Bestandsnutzer ist die DHS900 die sinnvollere Wahl.

Makita DHS782 / DHS783 – der kleine Bruder

Wer keine 85 mm Schnitttiefe braucht, spart mit der DHS782Z (190-mm-Blatt, 62,5 mm Schnitttiefe, ebenfalls 2×18V) erheblich Geld – und Gewicht. Für Plattenwerkstoffe, Dachlatten bis 50 mm und normalen Innenausbau völlig ausreichend. Auch diese Säge läuft nativ auf der Makita-Führungsschiene.

Milwaukee M18 BLCS66 – die Konkurrenz aus dem Roten Lager

Die M18 BLCS66 arbeitet mit einem einzigen 18V-Akku, schafft 66 mm Schnitttiefe – weniger als die DHS900, aber für viele Einsätze ausreichend. Sie ist leichter und günstiger. Wer bereits im Milwaukee M18 System ist, findet hier eine solide Alternative ohne Systemwechsel. An die 85 mm der DHS900 kommt sie nicht heran.

Die größere M18 FCSG66 (FUEL) liefert mehr Leistung, bleibt aber ebenfalls bei 66 mm Schnitttiefe.

DeWalt DCS577 (54V FlexVolt)

DeWalts FlexVolt-Kreissäge mit 54V und 190-mm-Blatt ist eine echte Konkurrenzansage. Sie schafft 70 mm Schnitttiefe und ist im DeWalt-Ökosystem ein starkes Argument. In der Praxis ist sie etwas robuster gebaut als die Milwaukee, aber schwerer und teurer als die DHS782. An die 85 mm der DHS900 kommt auch sie nicht heran.

Festool HKC 55 – Präzision vor Tiefe

Die HKC 55 von Festool schafft nur 55 mm Schnitttiefe, ist aber die präziseste Akku-Handkreissäge auf dem Markt, wenn du sie mit der Festool-Führungsschiene kombinierst. Mit 4,1 kg ist sie deutlich leichter als die DHS900. Für Innenausbau, Möbelbau und Plattenwerkstoffe ist sie der Benchmark. Für dickes Vollholz – falsche Wahl.

Modell Spannung Tiefe (90°) Gewicht Stärke
Makita DHS900 2×18V LXT 85 mm 6,0 kg Max. Schnitttiefe im LXT-System
Makita HS011G 40V XGT 101 mm ca. 6,5 kg Maximale Leistung, neuestes System
Makita DHS782 2×18V LXT 62,5 mm ca. 5,4 kg Günstiger, leichter, kompakter
Milwaukee M18 BLCS66 18V 66 mm ca. 4,8 kg Leichter, günstiger
DeWalt DCS577 54V FlexVolt 70 mm ca. 5,3 kg DeWalt-Ökosystem
Festool HKC 55 18V 55 mm 4,1 kg Präzision & Führungsschiene

Mein Fazit – Für wen lohnt sich die Makita DHS900?

Die Makita DHS900 ist eine außergewöhnliche Säge – und das meine ich buchstäblich. Sie macht etwas, was vor ihr im Akku-Segment schlicht nicht ging: Sie schneidet 85 mm tiefes Vollholz ohne Kabel, ohne Leistungseinbruch, mit einer Gewichtsbalance, die man für diese Größenordnung nicht erwartet.

Wenn du im Makita LXT System unterwegs bist, regelmäßig in dickes Vollholz gehst und auf der Baustelle oder am Gerüst ohne Netzkabel arbeiten willst – dann ist die DHS900 die beste Wahl, die du im LXT-System treffen kannst. Punkt.

Wenn du aber hauptsächlich Plattenwerkstoffe, Dachlatten unter 60 mm oder Paneele schneidest – dann ist die DHS782 die klügere und günstigere Wahl. Und wenn du saubere Innenraumschnitte auf Führungsschiene willst, ist die DSP600 (Tauchsäge) das bessere Werkzeug.

Die Makita DHS900 ist keine Allzweckwaffe. Sie ist ein Präzisionswerkzeug für einen spezifischen, anspruchsvollen Einsatz. Und genau dafür ist sie exzellent.

Angebot
Das 85mm-Monster: Makita DHS900Z (Solo)(*)
Brachiale Tiefe: Sägt mühelos 85 mm dicke Balken und Kanthölzer in einem einzigen Durchgang.
Konstante Power: Der bürstenlose 36V-Motor (2x18V) zieht dank ADT-Technologie auch bei feuchtem Holz ohne Drehzahlverlust durch.
Clever sparen: Die Solo-Variante ohne Akkus ist die perfekte Wahl, wenn du bereits 18V LXT-Akkus im Schuppen hast.

FAQ – Die häufigsten Fragen zur Makita DHS900

Egal ob vor dem Kauf oder beim ersten Einsatz auf der Baustelle – bei einer Maschine dieser Größenordnung tauchen in der Praxis immer wieder dieselben Fragen auf. Hier habe ich dir die wichtigsten Antworten zur Makita DHS900 zusammengefasst, damit du teure Fehlkäufe oder böse Überraschungen vermeidest.

Kann ich meine alten Makita 18V LXT Akkus nutzen?

Ja – alle Standard-LXT-Akkus bis max. 6,0Ah (BL1860B, BL1850B, BL1830B usw.) funktionieren problemlos. Die großen 9Ah-Akkus (BL1890) und 12Ah-Akkus (BL18120) passen mechanisch NICHT in die Schächte.

Läuft die Säge auch, wenn ich nur einen 18V-Akku einstecke?

Nein. Das Gerät benötigt zwingend 36 Volt Arbeitsspannung. Es müssen immer zwei 18V-Akkus gleichzeitig eingesteckt sein, sonst rührt sich nichts.

Kann ich Akkus mit unterschiedlicher Kapazität mischen?

Technisch ja, das funktioniert (z.B. ein 4.0 Ah und ein 5.0 Ah Akku). Aber: Die Maschine schaltet ab, sobald der schwächere Akku leer ist. Die verbleibende Restladung im größeren Akku bringt dir dann nichts mehr. Nutze am besten immer zwei identische Akkus.

Passt die Makita DHS900 ohne Adapter auf die Makita Führungsschiene?

Ja, nativ und ohne Adapter. Das funktioniert mit allen Makita-Führungsschienen der aktuellen Generation. Auch andere kompatible Schienen (z.B. von Festool, Metabo oder HiKOKI) passen in der Regel, solange die Nutgeometrie stimmt – hier lohnt ein kurzer Check vor dem Kauf.

Welche Führungsschienen-Länge empfiehlst du?

Für große Plattenzuschnitte (2.400-mm-Standardmaß) ist die 1,9-m-Schiene ideal. Für kürzere Schnitte am Balken reicht die 1,0-m-Schiene. Zwei kurze Schienen lassen sich per Verbinder (Makita 198885-7) bei Bedarf auch einfach koppeln.

Wie laut ist die Makita DHS900?

Mit 104 dB(A) Schallleistungspegel und 93 dB(A) am Ohr des Bedieners ist sie extrem laut. Das ist vergleichbar mit einer einfahrenden U-Bahn. Gehörschutz ist bei dieser Säge absolute Pflicht, keine Option.

Kann ich die Makita DHS900 auch für Gehrungsschnitte nutzen?

Ja. Du kannst die Grundplatte bis 60° neigen. Bei 45° hast du immer noch satte 61 mm Schnitttiefe – für die meisten Dacharbeiten und Holzbau-Gehrungen ist das völlig ausreichend.

Was ist der Unterschied zwischen der Makita DHS900Z und DHS900ZU?

Die DHS900ZU kommt zusätzlich mit dem AWS-Funksystem WUT01 (für Bluetooth-Staubsauger), einem hochwertigen EFFICUT-Sägeblatt und einem Parallelanschlag. Wer einen AWS-kompatiblen Makita-Staubsauger hat, greift zur ZU – sonst reicht die normale Z-Variante.

Wie lange hält ein Akkusatz bei normaler Arbeit?

Mit 2×5Ah-Akkus schafft man laut Makita bis zu 110 Schnitte in Eichenholz (80×300 mm). In der Praxis: Für einen Halbtagseinsatz mit Pausen reicht das knapp. Für einen vollen Arbeitstag am Carport solltest du definitiv Ersatzakkus dabei haben.

Ich musste an langen Tagen mit vielen Schnitten einmal zwischenladen. Ich nutze 5.0 Ah oder 6.0 Ah Akkus.

Eignet sich die Makita DHS900 auch für Tauchschnitte?

Nein. Durch die massive Bauform und die starre Pendelhaube ist das extrem unpraktisch und auch gefährlich (Rückschlagrisiko). Wenn du mitten in Platten eintauchen musst, kauf dir eine echte Tauchsäge wie die Makita DSP600.

Mach dein nächstes Holz-Projekt komplett

Du hast jetzt das richtige Werkzeug im Blick, aber dir fehlt noch die passende Idee für den Garten? Oder ärgerst du dich darüber, dass die Säge gleich zwei deiner 18V-Akkus auf einmal leersaugt und das Laden zu lange dauert? Hier findest du meine echten Praxis-Projekte, bei denen die DHS900 und dicke Balken zum Einsatz kamen, sowie smarte Tipps für dein Makita-Setup:

Letzte Aktualisierung am 13.05.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Ich stehe auf meinem selbst gebauten Carport und walze mit einer Rasenwalze die PTFE Folie des Daches an.
Die EPDM-Folie des selbst gebauten
Carport-Daches wird mit einer
Rasenwalze angedrückt.
Andreas Jäger
Heimwerker & Werkzeug-Enthusiast

Seit Jahren verwandle ich mein Haus und den Garten in eine Dauerbaustelle – von der gepflasterten Einfahrt, den Beeten für die Frau und über die Mülltonnenbox bis hin zum neuen Carport.

Eines habe ich dabei schmerzhaft gelernt: Wer billiges Werkzeug kauft, flucht doppelt.

Obwohl ich kein gelernter Tischlermeister bin (und mir mein Held Jonas Winkler auf YouTube oft zeigt, wie es die absoluten Profis machen), weigere ich mich, mit minderwertigem Werkzeug und Material zu arbeiten.

Festool ist geil, reißt aber oft einen riesigen Krater ins Budget.

Deshalb analysiere ich vor jedem Projekt intensiv den Markt, um das perfekte Profi-Werkzeug für uns Selbermacher herauszufiltern. Profitiere von meinen tiefgehenden Analysen, überspringe die wochenlange eigene Recherche und hol Dir direkt das Werkzeug, das Dich auf der Baustelle wirklich voranbringt.