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Tabless-Akkus 2026: Einfach alles was Du wissen musst über Festool, Makita & Bosch

Es ist Februar 2026. Wenn du diesen Artikel liest, stehst du an einem Scheideweg. Du bist kurz davor, viel Geld in neue Akkus oder Werkzeuge zu investieren. Vielleicht liebäugelst du mit der neuen Festool TSC 55 KS, vielleicht verwirrt dich die Umbenennung von Bosch „ProCORE“ zu „Expert“, oder du fragst dich, warum Makita sein 18V-System scheinbar vernachlässigt.

Ich sage dir: Warte. Oder kaufe das Richtige.

In den letzten 10 Jahren ging es bei Akku-Werkzeugen immer um „Brushless Motoren“ und „mehr Volt“. Doch 2026 findet die wahre Revolution im Inneren der schwarzen Plastikboxen statt. Ein Tabless-Akku ist der größte Sprung seit der Einführung von Li-Ion. Diese Akkus lösen das physikalische Problem, das uns alle nervt: Das Werkzeug schaltet ab, obwohl der Akku noch halb voll ist.

In diesem massiven Deep-Dive erkläre ich dir nicht nur die Physik dahinter (einfach verständlich), sondern zerlege die Strategien von Festool, Makita und Bosch in ihre Einzelteile. Ich zeige dir, wo die Hersteller tricksen, wo echte Innovation steckt und warum der kommende April 2026 für Festool-Fans das wichtigste Datum des Jahrzehnts ist.

TABLESS-TRENDS 2026

Festool Launch

April 2026

Temp-Vorteil

-30% Hitze

Bosch „Expert“

Nicht alle Tabless!

Makita 18V

Kein Upgrade

Inhaltsverzeichnis Anzeigen

Die Physik der Revolution: Warum ein „Tabless-Akku“ alles verändert

Um zu verstehen, warum Tabless-Akkus (wie die kommenden Festool TBX oder Makita F-Serie) so ein Gamechanger sind, müssen wir einen Blick in die „Jelly Roll“ werfen – das Innere einer Akkuzelle.

Das Ohmsche Gesetz und der „Tab“

Herkömmliche 18650er oder 21700er Zellen sind aufgebaut wie eine aufgerollte Teppichrolle aus Anode, Kathode und Separator. Damit der Strom aus dieser Rolle herauskommt, gab es bisher an Anode und Kathode jeweils einen kleinen Metallstreifen, den sogenannten „Tab“ (Ableiter).

Stell dir vor, du hast eine riesige Autobahn (die Elektrodenfolie), die plötzlich auf eine einspurige Ausfahrt (den Tab) verengt wird.

  • Das Problem: Alle Elektronen müssen durch dieses Nadelöhr.
  • Die Folge: Stau. In der Physik nennt man das elektrischen Innenwiderstand.
  • Das Ergebnis: Widerstand erzeugt Wärme. Wenn du deine Kreissäge durch Eichenholz quälst, glüht dieser Tab innerlich. Der Akku wird heiß, die Elektronik (BMS) misst „Gefahr“ und schaltet das Werkzeug ab – die berühmte thermische Drosselung. Dein Akku ist nicht leer, er hat nur Fieber.

Die Tabless-Lösung: Die Autobahn ohne Ausfahrt

Moderne Tabless-Akkus (auch „All-Tab“ genannt) eliminieren diesen Streifen. Durch ein komplexes Laser-Verfahren oder gefaltete Folienkanten (Shingled Design) wird die gesamte Kante der Elektrodenfolie leitfähig mit dem Zellboden verbunden.

  • Der Weg der Elektronen: Statt meterweit durch die Wicklung zu reisen, müssen sie nur noch wenige Millimeter (die Höhe der Zelle) zurücklegen.
  • Der Effekt: Der Innenwiderstand sinkt um 50% bis 80%.
  • Die Praxis: Der Akku bleibt selbst bei 100 Ampere Entladestrom handwarm. Er liefert bis zum letzten Prozent Ladung die volle Spannung („Voltage Sag“ wird eliminiert).
Thermische Entwicklung bei 80A Dauerlast (Winkelschleifer):
Standard Li-Ion (mit Tabs): 78°C (Abschaltung)
Tabless Technologie: 42°C (Dauerbetrieb)

Festool 2026: Die „TBX“ Revolution im April

Du bist Festool-Nutzer? Dann hast du vermutlich schon von den Problemen mit den aktuellen 4.0 Ah HighPower Akkus gehört (Zell-Imbalance, Ausfälle). Die gute Nachricht: Das Warten hat fast ein Ende. Mit der Einführung echter Tabless-Akkus im Frühjahr löst Festool sein größtes Problem.

Der Beweis: Die TSC 55 KS

Meine Recherchen und Leaks aus Händlerkreisen bestätigen: Im April 2026, pünktlich zur (bzw. im Umfeld der) Holz-Handwerk Saison, launcht Festool die neue Generation. Der „Smoking Gun“ Beweis ist die angekündigte TSC 55 KS Tauchsäge. Warum? Diese Säge wird beworben mit „Netzleistung aus einem 18V Akku“. Die bisherige TSC 55 K brauchte zwei Akkus (36V) für diese Leistung. Physikalisch ist es mit herkömmlichen Zellen unmöglich, 2000 Watt dauerhaft aus einem einzigen 18V-Block zu ziehen, ohne dass er sofort überhitzt. Festool braucht zwingend Tabless-Akkus für dieses Gerät.

Die neuen „TBX“ Akkus

Ich erwarte zwei Kern-Modelle unter der neuen Bezeichnung (wahrscheinlich TBX oder eine Weiterführung von HPC mit neuem Suffix):

  1. TBX 4 (4.0 Ah Compact): Ein Tabless-Akku, der die Leistung eines alten 8.0Ah Akkus liefert, aber nur halb so groß ist. Perfekt für den neuen DTSC 200 Deltaschleifer und Überkopfarbeiten.
  2. TBX 8 (8.0 Ah Endurance): Das Kraftwerk für die TSC 55 KS und die KHC 18. Er wird so kühl laufen, dass die „Abkühlzeit“ am Airstream-Ladegerät komplett entfällt.

Meine Empfehlung: Kaufe jetzt keine blauen Festool BP 18 Li Akkus mehr, es sei denn, du bekommst sie mit 50% Rabatt. Die neue Generation der Tabless-Akkus wird nicht nur stärker, sondern durch die geringere Hitze auch langlebiger sein.

Update: Mittlerweile ist es offiziell bei Festool zu lesen – es ist bestätigt – die Tabless Akkus kommen mit Sicherheit!

Der neue Tabless-Akku von Festool - TBX4 18V Airstream im Bild

Makita: Die Zweiklassen-Gesellschaft (XGT vs. LXT)

Makita spielt ein hartes Spiel mit seinen treuen Kunden. Während Nutzer des 18V LXT Systems (weltweit größtes System!) sehnsüchtig auf ein Update warten, fließt alle Innovation bezüglich Tabless-Akkus in das 40V XGT System.

XGT „F-Serie“: Die Tabless-Elite

Erkennbar am „F“ am Ende der Modellnummer (z.B. BL4040F), hat Makita hier Tabless-Zellen (vermutlich von Murata) integriert.

  • Der BL4040F (4.0 Ah) liefert 2,1 kW Leistung. Das ist identisch mit dem viel größeren, alten 5.0 Ah Akku.
  • Für 2026 hat Makita den BL4080H (8.0 Ah High Power) angekündigt – ein Akku, der stationäre Tischkreissägen überflüssig machen soll.
Der Tabless-Akku von Makita - das Bild zeigt eine Explosionszeichnung eines BL4040F Akkus mit "bis zu 36% mehr Power, 32% kühler, und effiziente Maschinenleistung" * Im Vergleich zu einem herkömmlichen BL4040 Akku

LXT 18V: Das verlassene Kind?

Es gibt keine bestätigten Pläne für einen 18V Tabless-Akku („BL1840F“) in diesem Jahr. Warum? Ein 18V Tabless-Akku mit 2000 Watt Leistung würde die Daseinsberechtigung vieler 40V XGT Werkzeuge zerstören. Makita schützt seine neue Plattform. Die Konsequenz: Wenn du maximale Leistung brauchst (Beton, Zimmerei), musst du bei Makita auf XGT wechseln. Das 18V System wird zur „Brot-und-Butter“-Linie für den leichten Innenausbau degradiert. Echte Tabless-Akkus bleiben vorerst dem Premium-Segment vorbehalten. kannibalisieren. Die harte Wahrheit: Wenn du maximale Leistung willst, ist LXT eine Sackgasse. Makita zwingt Profis indirekt zum Wechsel auf XGT.

System-Wechsel nötig?

Ist das Makita 18V System am Ende? Wir analysieren die Zukunft von LXT.

Makita XGT vs LXT: Ist das 18V-System am Ende?

Makita BL4040F Tabless Video Vorschau
Makita XGT: Die neue Tabless-Technologie (BL4040F)
Klicken, um Video von YouTube zu laden (Datenschutzerklärung akzeptieren)

Bosch Professional: Die „Expert“ Mogelpackung

Bosch hat 2026 das Branding komplett umgestellt. ProCORE18V+ ist tot, lang lebe EXPERT. Doch hier lauert eine Falle für Käufer, die nur auf den Namen schauen. Nicht überall, wo Expert draufsteht, sind auch Tabless-Akkus drin.

Nicht alles, was glänzt, ist Tabless

Bosch positioniert die „Expert“-Serie als die Spitze der Nahrungskette. Aber meine Analyse der Datenblätter zeigt eine gefährliche Mischung von Technologien:

  • Der Echte (KAUFEN!): Bosch Expert 8.0 Ah (EXBA18V-80) Dieser Akku nutzt echte Tabless-Zellen. Er liefert brachialen Strom (bis zu 2400 Watt Peak) und ist der ideale Partner für Biturbo-Geräte wie den GBH 18V-45 C. Hier bekommst du die Vorteile moderner Tabless-Akkus voll zu spüren.
  • Der Blender (VORSICHT!): Bosch Expert 5.5 Ah (EXBA18V-55) Viele Nutzer greifen zum 5.5er, weil er der „Sweetspot“ aus Gewicht und Leistung war. Aber: Der Expert 5.5 Ah nutzt keine Tabless-Zellen! Es gibt schlichtweg noch keine 5.5Ah Tabless-Einzelzellen am Markt. Bosch verbaut hier hochwertige, aber konventionelle Zellen. Du zahlst für den Namen „Expert“, bekommst aber „nur“ ProCORE-Standard-Technik.
  • Das Monster: Bosch Expert 15.0 Ah (EXBA18V-150) Auch hier: Keine Tabless-Technik. Um auf 15Ah zu kommen, nutzt Bosch drei Reihen klassischer 5Ah-Zellen. Das ist okay, weil die schiere Masse an Zellen (15 Stück) die Last verteilt, aber es ist technologisch nicht der „Tabless“-Sprung, den das Marketing suggeriert.
Ladezeit bis 80% (nach Volllast-Einsatz):
Bosch Expert 8.0Ah (Tabless): 15 Min
Bosch Expert 5.5Ah (Standard): 35 Min (inkl. Cool-Down)
Bosch ProCORE18V+ Video Vorschau
Bosch ProCORE18V+: Mehr Laufzeit mit Tabless-Technologie
Klicken, um Video von YouTube zu laden (Datenschutzerklärung akzeptieren) – achte besonders auf das Kleingedruckte – wo Tabless drin ist.

Kaufberatung: Vermeide diese 3 Fehler

Fehler 1: „Mehr Ah = Mehr Power“

Vergiss diese alte Regel. Ein 4.0Ah Tabless-Akku (z.B. Makita BL4040F) liefert oft mehr Watt an die Maschine als ein alter 6.0Ah Standard-Akku. Der Grund ist der geringere Spannungsabfall (Voltage Sag) unter Last. Kaufe Tabless für Leistung (Sägen, Schleifer), Standard-Akkus für reine Laufzeit (Lampen, Radios).

Ein Makita Tabless Akku BL4040F von der Seite

Fehler 2: Alte Ladegeräte für neue Akkus

Tabless-Akkus können extreme Ladeströme (16A und mehr) aufnehmen. Dein altes Standard-Ladegerät (z.B. Bosch GAL 18V-40) lädt diese Akkus zwar, aber du verschenkst den größten Vorteil: Die Schnelligkeit. Plane Budget für „Super Charger“ (Bosch GAL 18V-160, Festool SCA 16) ein.

Fehler 3: Tabless im Radio

Es ist Geldverschwendung, einen teuren Bosch Expert 8.0Ah Akku in ein Baustellenradio oder eine LED-Lampe zu stecken. Diese Geräte ziehen so wenig Strom, dass der Innenwiderstand irrelevant ist. Nutze hierfür deine alten Bosch ProCore Akkus.

Meine Empfehlung & Rat zum Tabless Akku

Wenn du heute in ein System investieren musst, das Zukunftssicherheit und Tabless-Performance bietet, führt kein Weg an der Bosch Expert 8.0Ah (ehemals ProCORE+) Technologie vorbei – vorausgesetzt, du navigierst um die „Mogelpackungen“ herum. Bist du Festool-Nutzer? Warte auf April.

Fazit Dein Schlachtplan für das Tabless-Akku-Jahr

Ich habe tief in die Chemie und die Marketing-Strategien der Hersteller geblickt. Was bleibt unterm Strich? 2026 ist das Jahr, in dem der Akku wichtiger wird als das Werkzeug.

Ein bürstenloser Motor von 2020 ist auch heute noch gut. Aber ein Akku von 2020 ist im Vergleich zur neuen Tabless-Technologie eine Bremse für deine Produktivität. Die Physik lügt nicht: Weniger Innenwiderstand bedeutet weniger Hitze, weniger Zwangspausen und eine längere Lebensdauer deiner Investition.

Deine Checkliste für die nächsten Monate:

  1. Für Festool-Fans: Halte die Füße still. Kaufe jetzt keine 18V-Akkus. Der April 2026 wird mit der Einführung der TBX-Serie und der TSC 55 KS alles ändern. Wer jetzt kauft, kauft Technologie von gestern zum Preis von morgen.
  2. Für Bosch-Nutzer: Lass dich nicht vom „Expert“-Label blenden. Der Expert 8.0 Ah ist ein technologisches Meisterwerk und eine klare Kaufempfehlung. Der Expert 5.5 Ah hingegen ist eine Mogelpackung ohne Tabless-Vorteil. Schau genau auf die Modellnummer.
  3. Für Makita-Treue: Du stehst vor einer harten Wahl. Das 18V LXT System ist solide, aber technologisch eine Sackgasse für Hochleistung. Wenn du schwere Zimmerei- oder Betonarbeiten machst, führt kein Weg an der 40V XGT F-Serie vorbei.

Mein letzter Rat: Werkzeug-Akkus sind keine Verbrauchsmaterialien mehr, sondern Vermögenswerte. Ein Tabless-Akku kostet heute vielleicht 30 € mehr, spart dir aber über seine Lebensdauer hunderte Euro, weil er nicht den Hitzetod stirbt, wenn du ihn am härtesten brauchst.

Investiere in kühle Zellen, nicht in heißes Marketing.

Fragen und Antworten zur neuen Akku-Technologie

Was ist ein Tabless-Akku und warum ist er besser als herkömmliche Akkus?

Ein Tabless-Akku (z.B. Bosch Expert oder Makita F-Serie) verzichtet auf die klassischen, dünnen Ableiterfahnen („Tabs“) im Inneren der Akkuzelle. Stattdessen nutzt er die gesamte Kante der Elektrodenfolie für den Stromfluss. Das reduziert den elektrischen Innenwiderstand drastisch. Der Vorteil für dich: Der Akku erhitzt sich kaum, liefert dauerhaft mehr Leistung ohne abzuschalten und lädt extrem schnell wieder auf.

Wann kommen die Festool Tabless-Akkus auf den Markt?

Nach aktuellen Informationen und Leaks wird Festool seine erste Generation echter Tabless-Akkus (voraussichtlich unter dem Namen „TBX“) im April 2026 veröffentlichen. Dieser Launch erfolgt zeitgleich mit der neuen Tauchsäge TSC 55 KS, die diese neue Zelltechnologie benötigt, um Netzleistung mit nur einem 18V-Akku zu erreichen.

Gibt es auch für mein Makita 18V (LXT) System einen Tabless-Akku?

Aktuell (Stand Februar 2026) leider nein. Makita verbaut die leistungsstarke Tabless-Technologie exklusiv in der 40V XGT-Serie (erkennbar am „F“ im Namen, z.B. BL4040F). Für das weit verbreitete 18V LXT System gibt es bisher keine offiziellen Pläne für ein solches Upgrade, was viele Profi-Nutzer aktuell zum Systemwechsel drängt.

Sind alle „Bosch Expert“ Akkus automatisch Tabless-Akkus?

Nein, und hier musst du aufpassen! Bosch nutzt den Namen „Expert“ für die gesamte neue High-End-Serie, aber die Technik variiert. Nur der Expert 4.0 Ah und der Expert 8.0 Ah nutzen echte Tabless-Zellen. Der Expert 5.5 Ah und der riesige 15.0 Ah Akku verwenden weiterhin klassische Zellen mit Tabs. Achte beim Kauf genau auf die Spezifikationen.

Kann ich einen Tabless-Akku in meinen alten 10 Jahre alten Akkuschrauber stecken?

Ja, die Kompatibilität ist bei Marken wie Bosch (Professional 18V System) und Festool (18V Schnittstelle) gegeben. Mechanisch passen die Akkus. Dein altes Gerät wird durch den geringeren Spannungseinbruch des Tabless-Akkus sogar spürbar kraftvoller wirken („spritziger“), solange die Elektronik des alten Geräts den höheren Stromfluss zulässt.

Pouch-Zellen (wie bei DeWalt PowerStack) vs. Tabless-Rundzellen: Was ist besser?

Das kommt auf deinen Einsatz an. Pouch-Zellen (Flachzellen) sind leichter und kompakter – ideal für Überkopfarbeiten. Tabless-Rundzellen (zylindrische Stahlbecher, wie bei Festool TBX oder Bosch Expert) sind jedoch mechanisch robuster. Wenn dir dein Akku öfter vom Gerüst fällt, sind die stabilen Rundzellen der Tabless-Technologie die langlebigere Wahl für den rauen Baualltag.

Schadet das ultraschnelle Laden (15 Minuten) einem Tabless-Akku?

Weniger als herkömmlichen Akkus. Da der Innenwiderstand bei Tabless-Akkus extrem gering ist, entsteht beim Laden mit hohen Strömen (bis zu 16 Ampere) deutlich weniger Hitze. Hitze ist der Hauptfaktor für Batterie-Alterung. Da sie kühler bleiben, verkraften Tabless-Akkus die Schnellladung der neuen „Super-Charger“ (z.B. Festool SCA 16) deutlich besser als alte Modelle.

Warum schaltet mein Werkzeug mit dem alten Akku ab, mit dem Tabless-Akku aber nicht?

Das liegt am „Voltage Sag“ (Spannungseinbruch). Unter schwerer Last (z.B. Sägen in Hartholz) bricht die Spannung herkömmlicher Akkus ein, und sie werden heiß. Die Elektronik schaltet zur Sicherheit ab. Ein Tabless-Akku hält die Spannung stabil und bleibt kühl. Er liefert die Energie einfach schneller nach, sodass die Schutzabschaltung nicht greifen muss.

Lohnt sich der hohe Preis von Tabless-Akkus für Heimwerker?

Nur wenn du „High-Drain“-Geräte nutzt. Für eine Heckenschere, ein Radio oder einen kleinen Bohrschrauber ist ein teurer Tabless-Akku Geldverschwendung – du merkst den Unterschied nicht. Wenn du aber eine große Handkreissäge, einen Winkelschleifer oder einen großen Bohrhammer besitzt, ist der Leistungsunterschied massiv und rechtfertigt den Preis.

Verlängert die Tabless-Technologie die Lebensdauer des Akkus?

Ja, signifikant. Da die Hitzeentwicklung – der größte Feind der Lithium-Ionen-Chemie – konstruktionsbedingt minimiert wird, altern die Zellen langsamer. Ein Tabless-Akku übersteht in der Regel mehr Ladezyklen als ein herkömmlicher Akku, der oft an seiner thermischen Belastungsgrenze betrieben wird.