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Worx WG163E Erfahrungen: So schlägt sich mein 20V-Rasentrimmer

Worx WG163E Erfahrungen habe ich inzwischen über rund drei Jahre gesammelt. Der Rasentrimmer war ein Weihnachtsgeschenk und wird bei mir vor allem dort eingesetzt, wo mein Mähroboter an Rasenkanten und Übergängen nicht sauber bis zum Rand kommt.

Der WG163E hat dabei einige Funktionen, die ich wirklich praktisch finde: Der Kopf lässt sich für Kanten um 90° drehen, CommandFeed liefert bei Bedarf wieder Faden und der kleine 2-Ah-Akku reicht für meine Arbeiten vollkommen aus. Trotzdem greife ich heute nur noch selten zum Trimmer – vor allem wegen herumfliegendem Schnittgut, begrenzter Leistungsreserve und weil ich viele Restflächen mit dem Makita DLM432 schneller und sauberer erledige.

TL;DR: Meine Worx WG163E Erfahrungen in 30 Sekunden

Worx WG163E Erfahrungen: mein Einsatz nach rund 3 Jahren

WORX führt den WG163E weiterhin als 20V-PowerShare-Rasentrimmer mit 30 cm Schnittbreite, 1,65-mm-Faden, CommandFeed und 2-in-1-Funktion als Trimmer und Kantenschneider. Der Kopf ist um 90° schwenkbar und der Schaft lässt sich anpassen. Die technischen Angaben kannst du auf der offiziellen WG163E-Seite von WORX nachlesen.

Worx WG163E Erfahrungen mit Typenschild 20V Max und 7600 Umdrehungen pro Minute
Auf dem Typenschild meines WG163E sind 20V Max und 7.600/min angegeben.

1. Wofür ich den WG163E tatsächlich nutze

Mein Haupteinsatz sind Rasenkanten und Restbereiche nach dem Mähroboter. Gerade an Übergängen, an denen der Roboter konstruktionsbedingt nicht ganz bis zur Kante kommt, lässt sich mit dem Trimmer schnell nacharbeiten.

Genau diese verschiedenen Lösungen habe ich inzwischen auch direkt miteinander verglichen – von Grasschere und Trimmer bis zum Rasenmäher. Die vollständige Praxis findest du in meinem Beitrag Mähroboter mäht Rand nicht: meine 4 praktischen Lösungen.

2. Die 90°-Kantenschneider-Funktion ist wirklich praktisch

Eine der Funktionen, die ich am WG163E tatsächlich regelmäßig genutzt habe, ist der um 90° drehbare Kopf. An der Terrasse oder an Wegen, die direkt an die Rasenfläche grenzen, kann ich den Trimmer dadurch hochkant führen und die Rasenkante sauber abschneiden.

Worx WG163E 90 Grad Verstellung für Rasenkanten an Terrasse und Wegen
Die 90°-Verstellung nutze ich wirklich: Damit lässt sich der WG163E an Terrassen- und Wegekanten hochkant führen.
Worx WG163E Erfahrungen mit Kantenschneider Rad an Rasenkanten
Das Führungsrad hilft an geraden Kanten. Sauber geschnitten ist die Kante – sauber bleiben die Pflastersteine dabei allerdings nicht.

Die Funktion selbst gefällt mir gut. Der Haken zeigt sich direkt danach: Das abgeschnittene Gras fliegt auf Terrasse und Pflaster. Damit ist die Kante zwar sauber, die angrenzende Fläche aber oft deutlich verschmutzt.

3. CommandFeed funktioniert bei mir zuverlässig

Mit der Fadennachführung hatte ich bisher keine Probleme. Wenn der Faden zu kurz ist, drücke ich den CommandFeed-Knopf und bekomme wieder Faden nachgeführt. Mehr Aufmerksamkeit musste ich dem System in meiner Nutzung bisher nicht widmen.

Eine Spule musste ich bei meinem eigenen WG163E bislang noch nicht wechseln. Für meinen Nachbarn, der denselben Trimmer besitzt, habe ich aber schon das passende WORX-Faden-Set bestellt. WORX nennt für den WG163E die 1,65-mm-Spule WA0004; mein bestelltes 2er-Set WA0004.1 hat die ASIN B00O2YH9N6.

4. Die Leistung reicht – Reserven hat der WG163E aber wenig

Für meine normalen Rasenkanten reicht der WG163E aus. Als besonders kräftig würde ich ihn trotzdem nicht beschreiben. Sobald ich in dickere Grasbüschel komme, höre ich deutlich, wie die Drehzahl in den Keller geht.

Das bedeutet für mich nicht, dass das Gerät unbrauchbar wäre. Für seine typische Aufgabe – normales Gras an Kanten und kleinen Reststellen – hat es bisher gereicht. Wer aber regelmäßig dichteres, höheres Gras oder kräftigeres Unkraut bearbeiten möchte, sollte diese Grenze berücksichtigen.

Worx WG163E Schneidkopf mit Grasresten nach dem Rasentrimmen
Der benutzte Schneidkopf zeigt auch einen meiner Hauptkritikpunkte: Beim Trimmen verteilt sich Schnittgut sehr stark.

5. Mein größter Nachteil: Das Gras fliegt überall hin

Genau das ist inzwischen einer der Hauptgründe, warum ich den WG163E nur noch selten nutze. Das Gras wird beim Trimmen stark verteilt. An Wegen und Terrasse landet es auf den Platten, auf der Rasenfläche bleiben längere abgeschnittene Halme sichtbar liegen.

Für mich wirkt die Fläche danach häufig weniger sauber als nach der Nacharbeit mit dem Rasenmäher. Hinzu kommt: Der rotierende Faden kann an Gegenständen sichtbare Streifen hinterlassen, wenn man zu dicht daran arbeitet. Gerade an empfindlichen Kanten muss ich deshalb aufpassen.

6. Ergonomie: gut verstellbar, aber bei mir meist einmal eingestellt

Zusatzgriff und schwenkbaren Kopf nutze ich tatsächlich. Den Teleskopstiel habe ich dagegen einmal passend auf meine Größe eingestellt und seitdem nicht mehr verändert. Die vielen Verstellmöglichkeiten sind also sinnvoll, spielen in meiner täglichen Nutzung aber keine große Rolle mehr.

Worx WG163E Erfahrungen mit Verstellung am Teleskopstiel
Den Teleskopstiel habe ich einmal auf meine Arbeitshöhe eingestellt. Seitdem bleibt die Einstellung praktisch unverändert.

Ein weiterer Punkt ist eher banal, aber im Alltag relevant: Ein langer Rasentrimmer braucht Lagerplatz. Da ich ihn inzwischen wenig verwende, stört mich sein Platzbedarf mehr als früher.

7. Der 2-Ah-Akku reicht mir vollkommen

Mein WG163E läuft mit einem 2-Ah-PowerShare-Akku. Für meine Einsätze ist das völlig ausreichend. Ich musste den Akku noch nie deshalb laden, weil er während der Arbeit leer geworden wäre – ich lade ihn eher vorsorglich.

Eine belastbare Laufzeit in Minuten kann ich deshalb nicht nennen und möchte auch keine künstliche Messung daraus machen. Für meinen typischen Rand- und Restflächeneinsatz brauche ich schlicht keinen größeren Akku.

Der WG163E gehört zum WORX-PowerShare-System. Wie 2, 4, 5 und 8 Ah zusammenhängen und welche Akkus ich selbst nutze, erkläre ich separat in meinem Worx-Akku-Überblick. WORX beschreibt PowerShare offiziell als gemeinsame Akkuplattform für seine 20V-, 40V- und 80V-Geräte: PowerShare bei WORX.

WG163E.9 oder WG163E.2: Welche Variante passt?

Wenn du bereits WORX-PowerShare-Akkus besitzt, ist der WG163E.9 ohne Akku und Ladegerät die naheliegende Variante. Genau dafür ist das PowerShare-System praktisch: Ein vorhandener 20V-Akku kann auch im Rasentrimmer eingesetzt werden.

Startest du dagegen neu mit WORX PowerShare, ist der WG163E.2 mit 2-Ah-Akku und Ladegerät interessanter. Für meine eigenen Randarbeiten reicht ein 2-Ah-Akku völlig aus – einen größeren Akku brauche ich am WG163E nicht.

Würde ich den WORX WG163E heute wieder kaufen?

Für meinen heutigen Garten lautet meine Antwort eher nein. Das liegt nicht daran, dass der WG163E seine Aufgabe gar nicht erfüllen würde. Die Kantenfunktion funktioniert, CommandFeed macht was es soll und der 2-Ah-Akku reicht.

Mein Arbeitsablauf hat sich aber verändert. Für die meisten vom Mähroboter stehen gelassenen Bereiche nehme ich inzwischen lieber meinen Makita DLM432. Damit bin ich bei größeren Restflächen schneller fertig und das Schnittbild gefällt mir besser. Nur kleine Stellen arbeite ich bei Bedarf noch manuell nach.

Deshalb steht der WG163E bei mir inzwischen weitgehend herum. Wer dagegen viele schmale Kanten, Wege oder Terrassenübergänge hat und genau dafür einen leichten Akku-Trimmer sucht, kann seine Stärken deutlich besser ausnutzen als ich heute.

Worx WG163E: meine Stärken und Schwächen nach rund 3 Jahren

Auf dem Smartphone seitlich wischen, um alle Spalten zu sehen.

Was mir gefälltWas mich stört
90°-Kantenschneider funktioniert gutSchnittgut fliegt stark auf Rasen und Pflaster
CommandFeed bei mir zuverlässigDrehzahl fällt bei dickeren Grasbüscheln hörbar ab
2-Ah-Akku reicht für meine EinsätzeFaden kann Streifen an Gegenständen hinterlassen
Kopf und Griff gut verstellbarnimmt für ein selten genutztes Gerät viel Lagerplatz ein

Mein Fazit zu den Worx WG163E Erfahrungen

Nach rund drei Jahren ist mein Urteil ziemlich eindeutig: Der WG163E ist für Rasenkanten und kleine Restbereiche funktional, und besonders die 90°-Kantenfunktion sowie CommandFeed gefallen mir. Für meine Anwendung reicht auch der 2-Ah-Akku vollkommen.

Trotzdem ist er für mich heute kein Gerät mehr, das ich erneut kaufen würde. Zu viel Schnittgut landet dort, wo ich es nicht haben möchte, bei kräftigeren Grasbüscheln fehlt Leistung und für größere Restflächen ist mein DLM432 für mich die sauberere Lösung. Das ist kein generelles Urteil gegen Rasentrimmer – sondern das Ergebnis meines eigenen Arbeitsablaufs im Garten.

Häufige Fragen zu meinen Worx WG163E Erfahrungen

Reicht der WORX WG163E für Rasenkanten am Mähroboter?

Für meine normalen Rasenkanten und Restbereiche reicht die Leistung aus. Bei dickeren Grasbüscheln höre ich aber deutlich, wie die Drehzahl absinkt. Für größere Restflächen nutze ich inzwischen lieber meinen Makita DLM432.

Funktioniert die 90°-Kantenschneider-Funktion beim WG163E gut?

Ja. Ich drehe den Kopf für Kanten an Terrasse und Wegen um 90 Grad und kann damit sauber entlang der Kante arbeiten. Der Nachteil ist, dass dabei Gras und Schmutz stark auf Pflastersteine und Terrassenplatten verteilt werden.

Ist der 2-Ah-Akku für den WORX WG163E ausreichend?

Für meine Nutzung ja. Ich verwende den 2-Ah-PowerShare-Akku und musste ihn bisher nie deshalb laden, weil er während der Arbeit leer geworden war. Ich lade ihn eher vorsorglich; einen standardisierten Laufzeittest habe ich nicht durchgeführt.

Würde ich den WORX WG163E heute wieder kaufen?

Für meinen heutigen Garten eher nicht. Das Gerät funktioniert, aber ich erledige die meisten Restarbeiten inzwischen lieber mit dem Makita DLM432 und arbeite nur punktuell manuell nach. Der WG163E steht deshalb bei mir inzwischen die meiste Zeit herum.

Weiterlesen: Mähroboter-Rand, WORX-Praxis und Zubehör

Wenn du die Randnacharbeit im Zusammenhang mit Mähroboter, WORX-System und Wartung weiter vertiefen willst, sind diese drei Beiträge die sinnvollsten nächsten Schritte.

Ich stehe auf meinem selbst gebauten Carport und drücke die EPDM-Folie des Daches mit einer Rasenwalze an.
Die EPDM-Folie des selbst gebauten Carport-Daches wird mit einer Rasenwalze angedrückt.
Andreas Jäger
Heimwerker & Werkzeug-Enthusiast

Seit Jahren sind Haus, Werkstatt und Garten meine Dauerbaustelle – von Pflasterarbeiten und Gartenprojekten bis zum selbst gebauten Carport.

Eines habe ich dabei gelernt: Wer billiges Werkzeug kauft, flucht doppelt.

Ich bin kein Tischlermeister, sondern ambitionierter Selbermacher. Werkzeuge beurteile ich deshalb aus genau der Perspektive, die für perfektes-werkzeug.de entscheidend ist: Wie gut funktionieren sie bei echten Projekten – und lohnt sich der Aufpreis wirklich?

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