Makita DLM432 oder DLM480 ist nicht nur eine Frage von fünf Zentimetern mehr Schnittbreite. Der DLM480 ist deutlich größer und schwerer, sammelt 62 statt 40 Liter und deckt laut Makita unter standardisierten Bedingungen mehr Fläche ab. Gleichzeitig bleibt auch er ein 2×18-V-LXT-Mäher ohne Radantrieb. Genau deshalb lohnt sich der Direktvergleich: mehr Fläche und Fangvolumen gegen deutlich mehr Masse und weniger Kompaktheit.
Transparenz: Den DLM432PT2 besitze und nutze ich selbst seit Oktober 2024. Den DLM480 habe ich nicht getestet. Seine Einordnung basiert auf den aktuellen Makita-Herstellerdaten. Aussagen zu Schiebegefühl, Wendigkeit oder Fangverhalten des DLM480 kennzeichne ich deshalb nicht als eigene Erfahrung.
TL;DR: DLM432 oder DLM480 in 30 Sekunden
Makita DLM432 oder DLM480: die Daten im Direktvergleich
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| Merkmal | DLM432 | DLM480 |
|---|---|---|
| Schnittbreite | 43 cm | 48 cm |
| Akkusystem | 2×18 V LXT | 2×18 V LXT |
| Fangkorb | 40 L | 62 L |
| Schnitthöhe | 20–75 mm, 13 Stufen | 20–100 mm, 10 Stufen |
| Leerlaufdrehzahl | 3.600 min⁻¹ | 3.100 min⁻¹ |
| Gewicht inkl. Akku | 16,0–16,9 kg | 24,5–26,8 kg |
| Produktbreite | 460 mm | 530 mm |
| Makita Fläche mit 2×5 Ah* | max. 480 m² | max. 670 m² |
| Makita Fläche mit 2×6 Ah* | max. 575 m² | max. 800 m² |
| Makita Dauerbetrieb 2×5 Ah* | ca. 30 min | ca. 23 min |
| Makita Dauerbetrieb 2×6 Ah* | ca. 36 min | ca. 28 min |
| Mähfunktionen | Mähen, Sammeln; Mulchen mit separatem Mulchkeil | Mähen, Sammeln, Mulchen, Heckauswurf |
| Radantrieb | Nein | Nein |
*Die Flächen- und Dauerbetriebswerte sind Makita-Testwerte und keine Garantie für deinen Garten. Makita nennt als Testbasis trockenes, 50 mm hohes Gras, das um 20 mm gekürzt wird; zusätzlich beeinflussen unter anderem Graszustand, Grundstücksform, Hindernisse, Schrittgeschwindigkeit und Überlappung die reale Flächenleistung.
Die aktuellen Primärdaten findest du direkt bei Makita zum DLM432 und bei Makita zum DLM480.
6 Unterschiede, die vor dem Kauf wirklich zählen
- 43 gegen 48 cm Schnittbreite: Der DLM480 nimmt pro Bahn fünf Zentimeter mehr mit. Auf offenen Flächen kann das Bahnen sparen; in engen Bereichen bleibt der DLM432 kompakter.
- 40 gegen 62 Liter Fangkorb: Der DLM480 bietet 22 Liter mehr Volumen. Das ist besonders bei längeren Bahnen interessant; wie sich der größere Sack gefüllt in der Praxis anfühlt, habe ich nicht selbst getestet.
- Rund 8 bis 10 kg Gewichtsunterschied: Makita nennt 16,0–16,9 kg für den DLM432 und 24,5–26,8 kg für den DLM480. Beide haben keinen Radantrieb.
- 460 gegen 530 mm Gerätebreite: Der DLM480 ist außen rund sieben Zentimeter breiter. Das ist für schmale Durchgänge und Lagerplatz mindestens so relevant wie die reine Schnittbreite.
- 20–75 gegen 20–100 mm Schnitthöhe: Der DLM432 bietet 13 Stufen, der DLM480 10 Stufen, reicht dafür aber bis 100 mm.
- 575 gegen maximal 800 m² mit 2×6 Ah: Makitas standardisierte Flächenwerte liegen beim DLM480 höher, obwohl die angegebene Dauerbetriebszeit kürzer ist. Reichweite und Laufzeit darf man deshalb nicht gleichsetzen.
Was meine DLM432-Praxis für diese Entscheidung zeigt
Bevor mein Mähroboter den Großteil der Fläche übernommen hat, habe ich meine rund 350 m² Rasen komplett mit dem DLM432 gemäht. Zwei BL1850B mit 5,0 Ah haben das bei mir geschafft; nach der Mahd war ungefähr noch eine von vier Akku-Anzeigen vorhanden. Das ist meine eigene Erfahrung auf meinem ebenen Grundstück und keine allgemeine Reichweitenangabe.
Für genau diese Fläche würde ich nicht allein wegen 48 cm auf den DLM480 wechseln. Der DLM432 ist für mich handlich genug, ich vermisse auf dem ebenen Grundstück keinen Radantrieb und die 40 Liter Fangvolumen funktionieren bei trockenem Gras gut. Mein stärkstes Gegenargument bleibt feuchtes Gras: Dann setzen sich Mähdeck und Auswurf beim DLM432 deutlich schneller zu.
Beim DLM480 kann ich aus den Daten sicher sagen, dass du ein deutlich schwereres und breiteres Gerät bewegst. Ob sich das subjektiv schwer anfühlt oder ob die größeren Räder das teilweise ausgleichen, kann ich ohne eigenen Test nicht seriös behaupten.
Engstellen: 48 cm sind nicht automatisch besser
Heute nutze ich den DLM432 vor allem für Restarbeiten, die mein Mähroboter nicht sauber erreicht – beispielsweise an Kanten oder rund um das Trampolin. Dort wird deutlich, warum mehr Schnittbreite nicht automatisch die bessere Lösung ist.
Der DLM480 ist laut Makita außen 530 mm breit, der DLM432 460 mm. Wenn du viele schmale Durchgänge, Beete oder Spielgeräte hast, würde ich diese sieben Zentimeter vor dem Kauf tatsächlich am Grundstück nachmessen. Ist selbst der DLM432 schon zu groß, passt mein Vergleich Makita DLM382 oder DLM432 besser zu deiner Entscheidung.
Flächenleistung: Der DLM480 schafft mehr Fläche trotz kürzerer Laufzeit
Mit zwei 6,0-Ah-Akkus nennt Makita für den DLM432 rund 36 Minuten Dauerbetrieb und maximal 575 m². Beim DLM480 sind es rund 28 Minuten, aber maximal 800 m². Mit 2×5 Ah lautet die Herstellerangabe 30 Minuten und 480 m² beim DLM432 gegenüber 23 Minuten und 670 m² beim DLM480.
Das ist ein guter Grund, nicht nur auf Minuten zu schauen. Der größere DLM480 bearbeitet mit seinem 48-cm-Deck pro Bahn mehr Fläche. Gleichzeitig sind diese Zahlen Labor-/Herstellerwerte unter definierten Bedingungen – in feuchtem, hohem oder sehr dichtem Gras kann dein Ergebnis deutlich anders aussehen.
40 oder 62 Liter Fangkorb: Wann bringt das Mehrvolumen etwas?
Der Sprung von 40 auf 62 Liter ist groß: rechnerisch sind das 55 Prozent mehr Nennvolumen. Auf langen, offenen Bahnen kann ein größerer Fangkorb die Zahl der Leerungen reduzieren. Das ist eine nachvollziehbare Folge des Volumens, aber keine eigene DLM480-Praxiserfahrung.
Beim DLM432 reicht mir der 40-Liter-Fangkorb für meinen Garten. Bei sehr hohem Gras ist er allerdings schnell voll. Wenn du regelmäßig größere offene Flächen komplett mit Fangkorb mähst, ist der DLM480 deshalb konzeptionell interessanter als für reine Restarbeiten rund um Hindernisse.
Mulchen und Heckauswurf: Der DLM480 ist flexibler ausgestattet
Beim DLM432 nennt Makita Schneiden, Sammeln und Mulchen; der Mulchkeil ist separat erhältlich. Der DLM480 wird von Makita als 4-in-1 beschrieben: Mähen, Sammeln, Mulchen und Heckauswurf. Zusätzlich reicht seine zentrale Schnitthöhe bis 100 mm statt 75 mm.
Wenn du diese Funktionen tatsächlich nutzt, ist das ein echter Unterschied. Wenn du wie ich überwiegend normal mähst und sammelst, würde ich sie dagegen nicht höher gewichten als Gewicht, Außenbreite und den konkreten Gartengrundriss.
DLM432PT2 oder DLM480: Welche Variante passt zum vorhandenen LXT-System?
DLM432PT2: Genau diese Set-Variante besitze ich. Makita liefert sie mit zwei BL1850B und dem Doppel-Schnellladegerät DC18RD.
DLM480PT2: Makita Deutschland führt aktuell diese Set-Version ebenfalls mit zwei BL1850B und DC18RD. Im Handel gibt es außerdem den DLM480Z als Solo-Gerät ohne Akku und Ladegerät. Die folgende Amazon-Box bezieht sich ausdrücklich auf diese Solo-Variante – ich habe sie nicht selbst benutzt.
Wenn bereits zwei passende LXT-Akkus vorhanden sind, kann die Solo-Version wirtschaftlich interessanter sein. Für den DLM480 würde ich aber vor dem Kauf immer prüfen, ob das konkrete Händlerangebot tatsächlich Z oder PT2 enthält – Akku- und Ladegerätumfang unterscheiden sich deutlich.
Meine Einordnung: Für wen ist DLM432 oder DLM480 sinnvoller?
Den DLM432 würde ich zuerst prüfen, wenn dein Garten klein bis mittelgroß, eher verwinkelt oder ungefähr in meiner Größenordnung liegt und du keinen Radantrieb brauchst. Sein großer Vorteil ist für mich nicht ein einzelner Datenwert, sondern das Verhältnis aus 43 cm Schnittbreite, geringem Gewicht und Alltagshandlichkeit.
Den DLM480 würde ich zuerst prüfen, wenn du deutlich mehr offene Fläche am Stück mähst, 48 cm gut ausnutzen kannst und ein 62-Liter-Fangkorb für dich wichtiger ist als die kompaktere 43-cm-Klasse. Dabei solltest du den Sprung auf 24,5–26,8 kg bewusst mit einplanen, weil auch der DLM480 keinen Radantrieb besitzt.
Wenn du eigentlich nicht nur mehr Breite, sondern zusätzlich Unterstützung beim Schieben suchst, ist der DLM480 nicht automatisch die logische nächste Stufe. Im Makita 18V Rasenmäher Vergleich ordne ich auch LXT-Modelle mit Radantrieb ein. Für die komplette eigene DLM432-Erfahrung geht es hier zum Makita DLM432 Praxistest.
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