Makita Führungsschiene einsägen bedeutet in der Praxis, den überstehenden Splitterschutz beim ersten Einsatz mit der verwendeten Säge auf ihre tatsächliche Schnittlinie zuzuschneiden. Genau das habe ich bei meiner 1.400-mm-Führungsschiene mit der Makita DHS900 gemacht.
Den neuen Splitterschutz hatte ich zuvor selbst ersetzt. Beim anschließenden Einsägen waren für mich zwei Punkte entscheidend: Die DHS900 musste ohne störendes seitliches Spiel auf der Schiene laufen, und der eigentliche Zuschnitt sollte gerade und gleichmäßig über die komplette Länge erfolgen.
Kurzantwort: Säge vollständig auf die Führungsschiene setzen, Führungsspiel einstellen, Sägeblatt und Schnitttiefe prüfen und den neuen Spanreißschutz in einem durchgehenden Schnitt zuschneiden. Danach entspricht die Gummikante der tatsächlichen Schnittlinie deiner Säge.
Warum die Makita Führungsschiene überhaupt eingesägt wird
Makita weist bei der Führungsschiene 194368-5 ausdrücklich darauf hin, dass der Spanreißschutz beim erstmaligen Gebrauch von der Säge zugeschnitten wird. Der Hersteller begründet das damit, dass verschiedene Sägen unterschiedliche Schnittpunkte haben können. Der zugeschnittene Rand dient anschließend sowohl dem Spanreißschutz als auch als präzise Anlegekante.
Die Herstellerangabe findest du direkt auf der Makita-Produktseite zur Führungsschiene 194368-5. Für die DHS900 geht die Bedienungsanleitung noch konkreter vor: Führungsspiel einstellen, die Säge mit beiden Händen führen und den Splitterschutz über die volle Länge in einem Durchgang zuschneiden.
Das habe ich für das Einsägen verwendet
Ich habe hier keine künstliche Gesamtzeit gestoppt. Das Einstellen des Führungsspiels hat bei mir weniger als zwei Minuten gedauert; danach kam im Wesentlichen nur noch der vorbereitete vollständige Schnitt hinzu.
- Makita DHS900
- Makita Führungsschiene 1.400 mm mit neu montiertem Splitterschutz
- Makita Sägeblatt D-03931, das bei mir beim Einsägen montiert war
- stabiles Opferholz beziehungsweise eine Unterlage, die vollständig durchtrennt werden darf
- zwei passende LXT-Akkus für die DHS900
Schutzausrüstung
- Schutzbrille
- Gehörschutz
- bei der Sägearbeit geeigneten Staubschutz entsprechend Material und Arbeitsumgebung
Sicherheit beim ersten Schnitt
Beim Einstellen und Positionieren sollte die Säge nicht unbeabsichtigt anlaufen können. Für den eigentlichen Schnitt muss die Führungsschiene stabil aufliegen, das Sägeblatt darf beim Einschalten noch keinen Kontakt zum Werkstück haben und die Maschine wird mit beiden Händen geführt.
- Säge gerade und gleichmäßig nach vorn führen – nicht verdrehen oder seitlich zurück auf eine Linie zwingen.
- Vor dem Vorschub warten, bis das Sägeblatt seine Drehzahl erreicht hat.
- Vorderen Griff und hinteren Handgriff sicher halten.
- Nicht während des laufenden Schnitts selbst fotografieren.
Makita Führungsschiene einsägen: meine 6 Schritte
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Schritt 1
Führungsschiene stabil auf Opferholz auflegen
Ich habe die 1.400-mm-Schiene so auf ein Opferbrett gelegt, dass sie über die komplette Schnittstrecke stabil unterstützt war. Wichtig ist, dass das Sägeblatt beim späteren Durchgang frei durch das Werkstück schneiden kann, ohne Tisch, Böcke oder einen anderen Untergrund zu treffen.
Die Schiene selbst sollte sich während des Schnitts nicht verschieben. Je nach Werkstück und Auflage können dafür passende Führungsschienen-Zwingen sinnvoll sein.
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Schritt 2
DHS900 vollständig auf die Führungsschiene setzen
Anschließend habe ich die DHS900 sauber in die Führungsnut gesetzt und geprüft, ob die Grundplatte vollständig auf der Schiene sitzt. Die Säge muss sich in Längsrichtung bewegen lassen, darf aber nicht schief auf der Schiene stehen.
Makita weist für die DHS900 außerdem darauf hin, die separate Sub-Base beziehungsweise Parallelführungs-Unterplatte beim Arbeiten mit der Führungsschiene zu entfernen.
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Schritt 3
Führungsspiel mit den zwei schwarzen Schiebern reduzieren
Bei meiner DHS900 sitzen an der Grundplatte zwei schwarze Schieber. Ich habe die Säge auf die Schiene gesetzt und beide so verstellt, dass die kleinen runden Metallplatten darunter das seitliche Spiel reduzieren. Die Säge war danach nicht blockiert: Sie ließ sich weiter längs über die Schiene schieben, nur das störende seitliche Wackeln war weg.
Das Einstellen selbst hat bei mir keine zwei Minuten gedauert. Makita beschreibt denselben Zweck in der DHS900-Anleitung mit zwei „adjusting screws“ an der Grundplatte: Die Maschine soll gleichmäßig und ohne Klappern auf der Führungsschiene gleiten.
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Schritt 4
Sägeblatt und Schnitttiefe vor dem ersten Schnitt prüfen
Zum Einsägen habe ich das Sägeblatt verwendet, mit dem ich die Führungsschiene anschließend auch nutzen wollte: bei mir das Makita D-03931. Das ist wichtig, weil die frisch geschnittene Gummikante genau die Schnittposition dieser konkreten Kombination aus Säge und montiertem Blatt abbildet.
Die Schnitttiefe habe ich nur so eingestellt, dass das Opferholz sicher vollständig durchtrennt werden konnte. Eine pauschale Millimeterzahl würde hier keinen Mehrwert bringen, weil sie von der Dicke des verwendeten Opfermaterials abhängt.
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Schritt 5
Splitterschutz in einem gleichmäßigen Durchgang einsägen
Für den eigentlichen Kalibrierschnitt habe ich die DHS900 am hinteren Ende der Führungsschiene angesetzt, sicher mit beiden Händen gehalten und das Sägeblatt zunächst auf Drehzahl kommen lassen.
Danach habe ich die Säge gerade und gleichmäßig über die komplette Länge geführt. Genau dieses Vorgehen nennt auch Makita: Der Splitterschutz soll entlang der vollen Schienenlänge in einem Durchgang zugeschnitten werden. Seitliches Korrigieren oder Verdrehen während des Schnitts würde die neue Referenzkante verschlechtern.
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Schritt 6
Frisch geschnittene Kante kontrollieren
Nach dem vollständigen Durchgang habe ich die neue Kante kontrolliert. Der zuvor überstehende Gummi war jetzt sauber auf die tatsächliche Schnittlinie meiner DHS900 zugeschnitten.
Damit ist der entscheidende Vorteil hergestellt: Wenn ich die eingesägte Gummikante später an meiner Markierung anlege, zeigt sie mir die reale Schnittkante der Säge mit dieser Einstellung und diesem Sägeblatt.
Abschlusskontrolle
So prüfst du den eingesägten Splitterschutz
- Die Gummikante ist über die gesamte verwendete Schienenlänge zugeschnitten.
- Die Schnittkante verläuft gleichmäßig und zeigt keine auffälligen seitlichen Sprünge.
- Die DHS900 lässt sich weiterhin längs sauber auf der Führungsschiene verschieben.
- Die eingesägte Kante entspricht sichtbar der realen Schnittkante des montierten Sägeblatts.
✓ Alles in Ordnung: Wenn die Gummikante über die volle Länge sauber zugeschnitten ist und die Säge ohne störendes seitliches Spiel frei auf der Schiene läuft, ist der Splitterschutz auf diese Säge-Blatt-Kombination kalibriert.
Ein wichtiger Punkt bei Säge- oder Sägeblattwechsel
Makita empfiehlt für maximale Präzision sogar eine eigene Führungsschiene je Säge, weil der Schnittpunkt variieren kann. In der Praxis bedeutet das für mich: Die eingesägte Gummikante ist keine universelle Null-Linie für jede beliebige Maschine oder jedes beliebige Setup.
Auch bei einem Sägeblattwechsel würde ich die vorhandene Referenzkante deshalb nicht blind als unverändert voraussetzen. Wenn sich Blattgeometrie oder tatsächliche Schnittposition ändern, ist ein kontrollierter Probeschnitt die saubere Prüfung, bevor ich die Schiene für sichtbare Präzisionszuschnitte nutze.
Makita-Quellen zur Führungsschiene und DHS900
Die beiden entscheidenden Herstellerquellen sind die Produktseite der Makita Führungsschiene 194368-5 und die DHS900-Bedienungsanleitung von Makita. Dort sind sowohl das erstmalige Zuschneiden des Spanreißschutzes als auch das Einstellen der Führung und der vollständige Zuschnitt beschrieben.
Führungsschiene auswählen und richtig einsetzen
Wenn du nicht nur den Splitterschutz kalibrieren, sondern die passende Länge, Zwingen, Verbinder und den Einsatz mit verschiedenen Makita-Sägen einordnen willst, findest du das gesammelt in meinem Ratgeber zur Makita Führungsschiene.
Weitere passende Makita-Ratgeber
Zum Ablauf passen besonders der vorherige Splitterschutz-Wechsel, die Führungsschienen-Übersicht und der Sägeblattwechsel an der DHS900.
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