Meine WORX WG583E Erfahrungen sind zweigeteilt: Als Akku-Laubbläser funktioniert das 40V-Max-Kombigerät bei mir wirklich gut. Beim Saugen hatte ich dagegen eine andere Erwartung. Ich dachte, ich könnte das lange Saugrohr ähnlich wie einen Staubsauger über Rasen, Beet oder den Spritzschutzstreifen führen und das Laub verschwindet. In meiner Praxis muss ich mit dem Rohr aber deutlich näher an die einzelnen Blätter heran.
Genau dieser Unterschied ist für mich wichtiger als die reine Zahl auf dem Datenblatt. Ich habe den WORX damals gerade deshalb gekauft, weil er blasen, saugen und häckseln kann. Inzwischen frage ich mich, ob ein anderes Akku-Gerät beim Saugen besser zu meinem Garten passt – und ob sich dafür eher Makita LXT oder XGT oder ein System von STIHL, Husqvarna & Co. lohnt.
Transparenz: Den WORX WG583E nutze ich selbst. Die Bilder und die beiden Videos in diesem Beitrag stammen aus meiner eigenen Praxis. Andere Laubsauger habe ich bislang nicht im direkten Vergleich getestet. Wo ich technische Daten nenne, trenne ich deshalb Herstellerangaben von meiner eigenen Erfahrung.
TL;DR: WORX WG583E in 30 Sekunden
WORX WG583E Erfahrungen: Mein Fazit vorweg
Wenn du vor allem einen kräftigen Akku-Laubbläser suchst und die Saugfunktion als Zusatz mitnehmen willst, finde ich den WG583E weiterhin interessant. Das Blasen ist der Teil, mit dem ich zufrieden bin. Bei trockenem Laub kann ich damit Flächen gut freiblasen und das Material gezielt zusammentreiben.
Meine Einschränkung beginnt beim Einsaugen. Der WORX nimmt Laub auf und das Häckselrad zerkleinert es sichtbar. Mein Problem ist weniger das „Ob“ als der Arbeitsabstand: Ich muss das Rohr oft direkt an das Laub bringen. Genau das macht die Arbeit in Beeten, unter der Hecke und zwischen Steinen für mich weniger komfortabel als erhofft.
Warum ich den WORX WG583E gekauft habe
Beim Kauf war für mich die Kombination entscheidend. Ich wollte nicht einen Akku-Laubbläser und zusätzlich einen separaten Laubsauger lagern und betreiben. Der WORX war für mich damals die sinnvollste Akku-Lösung, die Blasen, Saugen und Häckseln in einem Gerät verbindet.
WORX beschreibt den WG583E als 3-in-1-Gerät mit bürstenlosem Motor, werkzeuglosem Umbau, 40V Max aus dem PowerShare-System und 12:1-Mulchverhältnis. In meinem Gerät verwende ich auf den Fotos zwei Pattfield-20V-Akkus. Diese Kombination funktioniert bei mir praktisch; daraus leite ich aber keine pauschale Freigabe für jede Fremdakku-Variante ab.
WORX WG583E: technische Daten und eine Hersteller-Unstimmigkeit
Die folgenden Werte stammen von der aktuellen deutschen WORX-Produktseite. Interessant ist eine kleine Unstimmigkeit: Im Marketingtext nennt WORX bis zu 355 km/h, im technischen Datenbereich derselben Seite stehen 335 km/h. Die Luftmenge wird dagegen konsistent mit 575 m³/h angegeben.
Auf dem Smartphone seitlich wischen, um alle Spalten zu sehen.
| Merkmal | WORX WG583E | Einordnung |
|---|---|---|
| Stromversorgung | 40V Max | 2×20V PowerShare-Konzept |
| Motor | Bürstenlos | Herstellerangabe |
| Luftvolumen | 575 m³/h | Herstellerangabe |
| Luftgeschwindigkeit | 335 / 355 km/h | WORX-Seite nennt aktuell beide Werte |
| Fangsack | 36 l | Herstellerangabe |
| Mulchverhältnis | 12:1 | Herstellerangabe |
| Stufen | 2 | Herstellerangabe |
| Funktionen | Blasen, Saugen, Mulchen | werkzeugloser Umbau |
Quelle: WORX WG583E Produktseite, geprüft am 28.08.2026.
Blasen mit dem WG583E: das funktioniert bei mir gut
Beim Blasen habe ich am WORX WG583E deutlich weniger zu kritisieren. Das Gerät schiebt trockenes Laub ordentlich vor sich her und ist für mich genau die Art Werkzeug, mit der ich zuerst eine größere Fläche zusammenblasen kann. Hier erfüllt der WORX meine Erwartung.
Deshalb würde ich den WG583E nicht als schwaches Gerät abstempeln. Mein Kritikpunkt betrifft gezielt die Saugpraxis. Ein Gerät kann ein guter Laubbläser sein und trotzdem nicht der Laubsauger, den ich mir für Beet und Spritzschutzstreifen wünsche.
Saugen mit dem WORX: hier hatte ich etwas anderes erwartet
Beim Saugen mit dem WORX WG583E zeigt sich der Punkt, der mich inzwischen nach Alternativen suchen lässt. Ich wollte das Rohr mit etwas Abstand über die Fläche führen und Laub aufnehmen, ohne jedes Blatt einzeln anzufahren. In meinen beiden Praxisvideos sieht man, dass ich näher heran muss.
Saugen auf dem Rasen
Auf dem Rasen funktioniert das Aufnehmen grundsätzlich. Aber der gewünschte „Staubsauger-Effekt“ über eine größere Distanz stellt sich bei mir nicht ein. Liegt ein Blatt etwas weiter vom Rohr entfernt oder haftet am Gras, muss ich den Ansaugpunkt deutlich näher heranbringen.
Saugen unter der Hecke und im Beet
Unter der Hecke stört mich der geringe Arbeitsabstand noch mehr. Dort liegen Blätter zwischen Zweigen, Pflanzenresten und Boden. Gerade hier hatte ich gehofft, das Rohr einfach darüberzuführen. Stattdessen arbeite ich wieder sehr dicht am Material. Wie groß dieser Arbeitsbereich bei mir ist, zeige ich auch beim Schneiden meiner rund 50 Meter langen Hecke.
Warum mich vor allem der geringe Arbeitsabstand stört
Der Unterschied klingt klein, verändert aber den Arbeitsablauf. Wenn ich mit dem Rohr fast jedes Blatt anfahren muss, verliere ich einen Teil des Komfortvorteils, den ich mir von einem Akku-Laubsauger versprochen hatte. Dasselbe fällt mir am Spritzschutzstreifen rund ums Haus auf.
Wichtig: Das ist meine Erfahrung mit diesem Gerät und meinen Flächen. Ich habe noch keinen direkten A/B-Test mit einem Makita-, STIHL- oder Husqvarna-Laubsauger durchgeführt. Deshalb behaupte ich nicht, dass andere Geräte automatisch aus größerer Entfernung saugen.
Ist die Saugleistung deshalb schlecht?
So pauschal würde ich es nicht formulieren. Der WG583E zieht Blätter ein, transportiert sie durch das Gerät und häckselt sie. Meine Bilder vom geöffneten Ansaugbereich und vom Material im Fangsack zeigen genau das. „Saugt“ und „saugt aus der für mich gewünschten Entfernung“ sind aber zwei verschiedene Fragen.
Auch Heimwerker Praxis bewertet den WG583E insgesamt positiv. Das widerspricht meiner Erfahrung nicht zwingend: Mein Kritikpunkt ist sehr konkret der geringe Arbeitsabstand beim Einsaugen in meinen typischen Gartenbereichen, nicht die Behauptung, dass das Gerät überhaupt kein Laub aufnehmen kann.
Fremdeinordnung: Heimwerker Praxis – WORX WG583E.
Häckseln: so sieht das Laub anschließend aus
Beim Durchlauf landet das Laub nicht einfach unverändert im Sack. Das geöffnete Gerät zeigt das Lüfter- beziehungsweise Häckselrad, und im Fangsack ist das zerkleinerte Material gut zu erkennen.
WORX nennt dafür ein Mulchverhältnis von 12:1. Diesen Verhältniswert habe ich selbst nicht nachgemessen; ich kann aus meiner Dokumentation nur sicher sagen, dass das Laub nach dem Saugen deutlich zerkleinert im Fangsack liegt.
Umbau zwischen Blasen und Saugen
Der Wechsel zwischen Blasen und Saugen ist beim WORX WG583E konzeptionell eine Stärke: Für den Blasbetrieb wird das Blasrohr verwendet, für den Saugbetrieb das lange Saugrohr mit Fangsack. Der Ansaugbereich ist im Blasbetrieb mit einem Schutzgitter abgedeckt.
Das macht aus dem WORX tatsächlich ein Kombigerät und war einer meiner Kaufgründe. Gleichzeitig wechselst du nicht nur per Schalter zwischen zwei Modi, sondern rüstest das Gerät für die jeweilige Aufgabe um.
Akkulaufzeit: hier erfinde ich keinen Wert
Eine belastbare eigene Laufzeitmessung habe ich für den WG583E bisher nicht dokumentiert. Deshalb schreibe ich hier bewusst keine Minutenangabe hin. Auf meinen Bildern sind zwei 20V-Akkus und die Akkuanzeige am Gerät zu sehen; wie lange mein konkreter Akkusatz beim Blasen oder Saugen durchhält, teste ich separat, wenn ich die nächste Herbst-Runde unter vergleichbaren Bedingungen messe.
Für wen passt der WORX WG583E?
Ich würde ihn weiterhin in Betracht ziehen, wenn du ein Akku-Kombigerät suchst, Blasen für dich die wichtigere Funktion ist und du Laub anschließend punktuell einsaugen und häckseln möchtest. Seine Stärke ist für mich die Vielseitigkeit in einem Gerät.
Ich würde genauer vergleichen, wenn du vor allem einen Laubsauger suchst, der Beete, Heckenbereiche oder Kiesflächen möglichst mit Abstand leerzieht. Genau für dieses Profil reicht mir meine heutige Erfahrung mit dem WORX nicht mehr.
Würde ich den WORX WG583E heute wieder kaufen?
Mit meinem damaligen Ziel kann ich den Kauf nachvollziehen: Ich wollte ein sinnvolles Akku-Gerät, das beide Aufgaben abdeckt, und als Bläser überzeugt mich der WORX weiterhin. Wenn ich heute mit meiner jetzigen Erfahrung neu kaufe, würde ich die Saugwirkung in Beet, Rasen und Kies wesentlich stärker gewichten als damals.
Als 3-in-1-Kombigerät hat der WG583E klare Vorteile. Für meine heutige Priorität – komfortabler saugen, ohne jedes Blatt fast anzufahren – würde ich vor dem erneuten Kauf zuerst Alternativen testen beziehungsweise anhand belastbarer Daten eingrenzen.
Warum ich trotzdem nach einer Alternative suche
Für mich ist der WORX damit der perfekte Ausgangspunkt für diesen Cluster: Ich habe ein reales Gerät, echte Bilder, zwei Praxisvideos und einen klaren Grund für die nächste Kaufentscheidung. Die nächste Frage ist nicht „welcher Laubbläser hat die höchste Voltzahl?“, sondern welches Gerät löst mein konkretes Saugproblem besser?
Dafür werde ich reine Bläser und echte Bläser-/Sauger-Kombigeräte sauber trennen. Ein leistungsstarker Makita-XGT-Bläser kann beim Zusammenblasen großartig sein und trotzdem meine Saugaufgabe nicht lösen, wenn er gar keine Saugfunktion besitzt.
WORX oder Makita: meine nächste Kaufentscheidung
Weil bei mir bereits Makita LXT und XGT vorhanden sind, haben Makita-Geräte einen praktischen Systemvorteil: Für passende Modelle brauche ich nicht automatisch neue Akkus und Ladegeräte. Dass ich XGT im Garten bereits nutze, ist auch in meinem Vergleich der Makita 40V Heckenscheren dokumentiert. Das darf aber nicht zur vorweggenommenen Siegerwahl werden. Ich werde deshalb Makita DUB187, DUB363 und XGT-Bläser wie UB001G nach ihrer tatsächlichen Funktion trennen und daneben relevante Geräte von STIHL, Husqvarna, Ryobi und weiteren Marken prüfen.
Der entscheidende Punkt wird sein, ob ich wirklich einen stärkeren Bläser brauche oder einen besseren Laubsauger. Der WG583E hat mir gezeigt, dass diese beiden Fragen nicht dasselbe sind.
Mein Fazit zum WORX WG583E
Der WORX WG583E bleibt für mich ein gutes Beispiel dafür, warum ein Datenblatt allein nicht reicht. Meine WORX WG583E Erfahrungen beruhen deshalb bewusst auf der tatsächlichen Arbeit im Garten und nicht nur auf Herstellerwerten. Blasen: gut. Saugen und Häckseln: funktioniert. Arbeitsabstand beim Saugen: für meine Erwartung zu gering. Gerade dieser letzte Punkt entscheidet darüber, ob ich das Gerät in meinem Garten gern als Laubsauger nutze.
Ich behalte den WORX als reale Referenz für die kommenden Vergleiche. Wenn ein Makita- oder Konkurrenzgerät später als bessere Lösung herauskommt, soll es diesen Vorteil in genau der Anwendung zeigen, die mir heute fehlt – nicht nur mit einer höheren Voltzahl oder einem größeren Luftmengen-Wert auf dem Papier.
Inzwischen habe ich die wichtigsten Alternativen recherchiert und im Akku-Laubsauger Vergleich gegenübergestellt – mit besonderem Blick auf genau den Saugabstand, der mich beim WORX stört.
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