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Makita DRT50Z vs DRT50ZJX2: Welches Set lohnt sich?

Makita DRT50Z vs DRT50ZJX2 ist für mich vor allem eine Frage des Lieferumfangs. Ich habe zuerst die DRT50ZJX2 gekauft und mehrere ihrer Module am Carport tatsächlich benutzt. Als die erste Maschine später ausfiel, habe ich nur noch eine DRT50Z nachgekauft, weil die zusätzlichen Module bereits vorhanden waren.

Genau deshalb vergleiche ich hier nicht nur Datenblätter. Ich trenne klar zwischen dem, was Makita aktuell als Lieferumfang nennt, und dem Zubehör, das ich selbst wirklich eingesetzt habe. Meine allgemeine Geräteerfahrung findest du separat in meinen Makita DRT50 Erfahrungen.

TL;DR: DRT50Z oder DRT50ZJX2 in 30 Sekunden

Makita DRT50Z vs DRT50ZJX2: der wichtigste Unterschied

Die relevanten Maschinen-Kerndaten sind laut Makita bei beiden Varianten gleich: 18 V LXT, 10.000 bis 30.000 min⁻¹, 6- und 8-mm-Werkzeugaufnahme sowie 134 × 89 × 226 mm Geräteabmessungen. Der Kaufunterschied steckt deshalb nicht in einer stärkeren ZJX2, sondern hauptsächlich in den zusätzlichen Modulen und Zubehörteilen.

Als Primärquellen nutze ich die aktuellen Makita-Produktinformationen für die DRT50Z und die DRT50ZJX2.

Auf dem Smartphone seitlich wischen, um alle Spalten zu sehen.

MerkmalDRT50ZDRT50ZJX2
Akkusystem18 V LXT18 V LXT
Leerlaufdrehzahl10.000–30.000 min⁻¹10.000–30.000 min⁻¹
Werkzeugaufnahme6 / 8 mm6 / 8 mm
Geräteabmessungen134 × 89 × 226 mm134 × 89 × 226 mm
Kantenfräsmodul im LieferumfangJaJa

Was bei der DRT50Z bereits dabei ist

Die DRT50Z ist nicht nur ein loser Motor ohne Fräsbasis. Makita führt bereits Kantenfräsmodul, Parallelanschlag, Absaugstutzen, 10-mm-Kopierhülse, 6- und 8-mm-Spannzange sowie die beiden Einmaulschlüssel als mitgeliefertes Zubehör.

Für mich war genau diese kleinere Variante beim Ersatzkauf sinnvoll: Oberfräsenmodul, weitere Aufsätze und MAKPAC aus meiner ursprünglichen ZJX2 waren noch vorhanden. Ich musste deshalb den größeren Lieferumfang nicht ein zweites Mal kaufen.

Makita DRT50Z mit 5-Ah-LXT-Akku auf meiner Werkbank
Meine aktuell genutzte DRT50Z. Nach dem Defekt der ersten ZJX2 habe ich nur diese kleinere Variante nachgekauft, weil die zusätzlichen Module bereits vorhanden waren.

Welche 9 zusätzlichen Positionen die DRT50ZJX2 mitbringt

Vergleicht man die beiden aktuellen Makita-Lieferumfangslisten direkt miteinander, kommen bei der ZJX2 neun Positionen hinzu. Das sind nicht neun große Fräsmodule: Einige Positionen sind ergänzende Führung-, Absaug- oder Aufbewahrungsteile.

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Zusätzlich bei DRT50ZJX2Makita-Nr.Meine Einordnung
Oberfräsenmodul195563-0Von mir am Carport genutzt. Für die Sparrenauflager war es ein echter Mehrwert.
Winkelfräsmodul198987-9Im Set vorhanden; keine bestätigte eigene Praxis, daher keine persönliche Kaufempfehlung daraus.
Seitengriff 36153489-2Zusätzlicher Lieferumfang; keine eigenständige Praxisaussage von mir.
Führungsrolle122703-7Zusätzlicher Lieferumfang; keine bestätigte eigene Nutzung.
Kopierhülse 16,0 mm344364-5Zusätzlich zur 10-mm-Kopierhülse der Z.
Absaugstutzen194733-8Zweiter, zusätzlicher Absaugstutzen gegenüber der Z-Liste.
Führungshalter195564-8Zusätzlicher Lieferumfang; keine bestätigte eigene Nutzung.
MAKPAC Gr. 4821552-6Im Lieferumfang meiner ursprünglichen ZJX2 enthalten; bei der DRT50Z gehört der MAKPAC nicht zum mitgelieferten Zubehör.
Tascheneinsatz für MAKPAC837247-1Gehört zum größeren Set und hält die Komponenten im Koffer zusammen.

Das Oberfräsenmodul war bei mir kein theoretisches Extra

Beim Carport musste ich neun Sparren an drei Pfetten vorbereiten – insgesamt 27 Auflager. Dafür habe ich die DRT50 im Oberfräsenmodul mit einer Schablone und einem 8-mm-Fräser eingesetzt. Die Ausklinkungen waren bei mir ungefähr 1 cm tief und ließen sich jeweils in einem Fräsgang herstellen.

Makita DRT50Z vs DRT50ZJX2: Tiefenanschlag am Oberfräsenmodul
Das Oberfräsenmodul aus meinem ZJX2-Set habe ich tatsächlich genutzt. Hier ist der Tiefenanschlag bei meiner Schablonenarbeit zu sehen.

Die komplette Anwendung habe ich in meinem Beitrag Sparren ausklinken dokumentiert. Für solche Eintaucharbeiten ist das Oberfräsenmodul für mich der wichtigste praktische Unterschied zwischen den beiden Sets.

Makita DRT50 im Oberfräsenmodul beim Fräsen einer Sparrenauflage
Mit dem Oberfräsenmodul und meiner Schablone habe ich die 27 Sparrenauflager am Carport gefräst.

Für viele Arbeiten reicht das Kantenfräsmodul der DRT50Z

Die andere Seite des Vergleichs ist genauso wichtig: Nicht jede DRT50-Arbeit braucht das Oberfräsenmodul. Meine tiefen Schlitz-und-Zapfen-Verbindungen habe ich mit dem geraden Kantenfräskorb hergestellt. Die Schlitze waren bei meinem Carport ungefähr 5 cm tief, weshalb ich mit verschiedenen Fräsern und mehreren Fräsgängen stufenweise gearbeitet habe.

Genau diese Praxis ist im Beitrag Schlitz und Zapfen herstellen dokumentiert. Wenn dein Schwerpunkt eher auf Kanten, Bündigfräsen und Arbeiten mit dem geraden Korb liegt, bringt die Z bereits die entscheidende Basis mit.

Wann ich die DRT50Z nehmen würde

  • du besitzt passende DRT50-Module bereits – genau das war bei meinem Ersatzkauf der Fall,
  • du brauchst vor allem das mitgelieferte Kantenfräsmodul,
  • du möchtest zunächst kleiner einsteigen und weitere Module nur bei echtem Bedarf ergänzen,
  • du willst vorhandenes Zubehör nicht doppelt kaufen.

Gerade bei vorhandenen Modulen ist die Entscheidung für die Z für mich sehr klar. Der Grund ist nicht eine andere Motorleistung, sondern dass der zusätzliche ZJX2-Lieferumfang dann keinen neuen Nutzen mehr bringt.

Wann ich die DRT50ZJX2 genauer prüfen würde

  • du startest ohne DRT50-Zubehör und willst Kanten- und Oberfräsarbeiten mit demselben Grundgerät erledigen,
  • du weißt schon vor dem Kauf, dass du das Oberfräsenmodul tatsächlich brauchst,
  • du möchtest die Module gemeinsam im MAKPAC aufbewahren,
  • der aktuelle Gesamtpreis des Sets ist gegenüber Z plus späterem Einzelkauf attraktiv.

Beim Winkelfräsmodul und mehreren kleineren Zubehörteilen habe ich keine ausreichend bestätigte eigene Nutzung, um daraus einen persönlichen Kaufgrund zu machen. Dort bleibt meine Aussage bewusst bei Makitas Lieferumfang.

Akku und Ladegerät sind kein ZJX2-Vorteil

In den offiziellen Lieferumfangslisten sind weder bei der DRT50Z noch bei der DRT50ZJX2 Akku und Ladegerät aufgeführt. Wenn du noch nicht im Makita-LXT-System bist, solltest du diese Kosten deshalb bei beiden Varianten zusätzlich einplanen. Der größere ZJX2-Lieferumfang betrifft vor allem Fräsmodule, Führungsteile und Aufbewahrung – nicht ein Akku-Starterset.

Mein Fazit zu DRT50Z und DRT50ZJX2

Mein eigener Weg war erst ZJX2 und später Z. Für den ersten Kauf war der größere Lieferumfang nützlich, weil ich das Oberfräsenmodul bei meinem Carport tatsächlich eingesetzt habe. Beim Ersatzkauf wäre ein zweites Komplettset dagegen unnötig gewesen.

Wenn du die zusätzlichen Module schon besitzt oder überwiegend mit dem Kantenfräsmodul arbeiten willst, würde ich mit der DRT50Z starten. Wenn du neu einsteigst und das Oberfräsenmodul absehbar brauchst, ist die DRT50ZJX2 der interessantere Vergleichskandidat. Entscheidend ist für mich nicht das längere Modellkürzel, sondern welche Komponenten du später wirklich benutzt.

Mehr zur DRT50 und meinen Fräsanwendungen

Wenn du nach dem Setvergleich noch tiefer einsteigen möchtest, zeigen dir meine DRT50-Erfahrungen die Stärken und Grenzen der Maschine insgesamt. Die beiden Carport-Beiträge dokumentieren außerdem meine reale Nutzung des Oberfräsenmoduls sowie des geraden Kantenfräskorbs.

Ich stehe auf meinem selbst gebauten Carport und drücke die EPDM-Folie des Daches mit einer Rasenwalze an.
Die EPDM-Folie des selbst gebauten Carport-Daches wird mit einer Rasenwalze angedrückt.
Andreas Jäger
Heimwerker & Werkzeug-Enthusiast

Seit Jahren sind Haus, Werkstatt und Garten meine Dauerbaustelle – von Pflasterarbeiten und Gartenprojekten bis zum selbst gebauten Carport.

Eines habe ich dabei gelernt: Wer billiges Werkzeug kauft, flucht doppelt.

Ich bin kein Tischlermeister, sondern ambitionierter Selbermacher. Werkzeuge beurteile ich deshalb aus genau der Perspektive, die für perfektes-werkzeug.de entscheidend ist: Wie gut funktionieren sie bei echten Projekten – und lohnt sich der Aufpreis wirklich?

Dabei verlasse ich mich nicht nur auf Datenblätter. Ich vergleiche Modelle, dokumentiere meine Praxiserfahrungen und prüfe technische Unterschiede, bevor ich eine Empfehlung ausspreche.

Mein Ziel: Dir die Recherche abzunehmen und Werkzeuge herauszufiltern, die für anspruchsvolle Heimwerker wirklich sinnvoll sind.