Anker Solarbank 4 vs 3 ist für mich vor allem eine Upgrade-Frage: Bringt die neue Solarbank 4 E5000 Pro für mein bestehendes 2.000-Wp-System wirklich einen Vorteil – oder wäre der Wechsel technisch beeindruckend, praktisch aber unnötig? Ich nutze die Solarbank 3 E2700 Pro selbst; die Solarbank 4 habe ich dagegen nicht selbst getestet. Ihre Seite dieses Vergleichs basiert deshalb auf aktuellen Herstellerdaten und klar gekennzeichneter Recherche.
Der Vergleich ist für mich besonders interessant, weil ich inzwischen reale Messwerte meines Systems habe. Bis zu meinem dokumentierten Datenstand stehen 496,8 kWh Solarerzeugung nur 2,13 kWh Export gegenüber. Das entspricht bilanziell rund 99,6 % Eigenverbrauchsquote – bei gleichzeitig etwa 66 % Autarkie. Genau diese Kombination zeigt, warum „doppelt so großer Speicher“ nicht automatisch „doppelt so sinnvoll“ bedeutet.
TL;DR: Anker Solarbank 4 vs 3 in 30 Sekunden
Anker Solarbank 4 vs 3: die 5 wichtigsten Unterschiede
Auf dem Datenblatt ist der Generationssprung deutlich. Die Solarbank 4 ist aber nicht einfach nur eine Solarbank 3 mit größerem Akku. Sie verschiebt das System in Richtung deutlich größerer PV-Fläche, mehr Speicherausbau und optional höherer netzgekoppelter Leistung. Die vier MPPT bleiben dagegen erhalten – die 4 bekommt also nicht mehr Tracker, sondern mehr Leistung und mehr mögliche Module pro Gesamtsystem.
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| Punkt | Solarbank 3 E2700 Pro | Solarbank 4 E5000 Pro |
|---|---|---|
| Basisspeicher | 2.688 Wh | 5.024 Wh |
| Max. PV-Eingang | 3.600 W | 5.000 W |
| Solarmodule laut Anker | bis zu 8 | bis zu 12 |
| Max. Speicherausbau | rund 16 kWh | bis zu 30 kWh |
| Netzgekoppelte Leistung | 800 W Standardbetrieb | 800 W Standardbetrieb; bis 2.500 W mit PluginPower 2.0 und zusätzlicher Installation |
Auch physisch ist die neue Generation eine andere Größenordnung: Anker nennt für die Solarbank 3 etwa 29,2 kg, für die Solarbank 4 50 kg. Wer nur einen kleinen Speicher für ein klassisches Balkonkraftwerk sucht, sollte deshalb nicht allein nach der höchsten Zahl entscheiden.
Primärquellen: Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro und Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro.
Was die 5-kWh-Basis der Solarbank 4 wirklich verändert
Der auffälligste Unterschied beim Anker Solarbank 4 vs 3 Vergleich ist die fast verdoppelte Basiskapazität: 2,688 kWh bei meiner Solarbank 3 stehen 5,024 kWh bei der Solarbank 4 gegenüber. Das ist technisch attraktiv, aber wirtschaftlich nur dann automatisch nützlich, wenn diese zusätzliche Kapazität auch regelmäßig mit ansonsten überschüssigem Solarstrom geladen werden kann.
Ein größerer Akku erzeugt keine zusätzliche Energie. Wenn mein vorhandener Speicher an einem Tag nicht voll wird und abends trotzdem Netzbezug folgt, würde ein noch größerer Speicher an diesem konkreten Tag wenig lösen. Anders sieht es aus, wenn die Solarbank 3 regelmäßig voll ist, danach PV-Überschuss ins Netz geht und später wieder Strom zugekauft werden muss. Genau deshalb halte ich die Messdaten für wichtiger als die reine Kapazitätszahl.
Wie ich diese Entscheidung generell bewerte, zeige ich auch im Ratgeber zur Balkonkraftwerk-Speichergröße.
Warum meine eigenen Messwerte gegen einen schnellen Wechsel sprechen
Für meine Anlage ist der wichtigste Reality-Check nicht das Datenblatt der Solarbank 4, sondern die Frage: Wie viel meiner bisherigen Solarenergie hatte überhaupt keinen Platz im eigenen System? Meine SOLIX-Auswertung liefert dafür einen sehr kleinen Exportwert.
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| Messwert meines Systems | Datenstand |
|---|---|
| PV-Erzeugung | 496,8 kWh |
| Export ins Netz | 2,13 kWh |
| Nicht exportierte Solarenergie | 494,67 kWh |
| Bilanzielle Eigenverbrauchsquote | ca. 99,6 % |
| Autarkie | ca. 66 % |
Die vollständige Herleitung steht in meiner Auswertung zu Eigenverbrauch und Autarkie. Für diesen bisherigen Zeitraum wurden nur rund 0,43 % der erzeugten Energie exportiert. Selbst wenn ein größerer Speicher theoretisch jeden einzelnen dieser 2,13 kWh zusätzlich hätte aufnehmen können, wäre das bislang nur eine kleine zusätzliche Energiemenge.
Das ist keine Jahresprognose. Herbst und Winter können das Last- und Speicherverhalten verändern, ebenso ein späterer Ausbau der PV-Fläche. Aber für meinen heutigen Datenstand ist das Signal klar: Mein verbleibender Netzbezug beweist nicht, dass mir primär Speichervolumen fehlt.
Der unterschätzte Weg: Solarbank 3 mit BP5000 erweitern
Für bestehende Solarbank-3-Besitzer ist ein Punkt besonders interessant: Anker führt den neuen BP5000 mit 5.024 Wh ausdrücklich auch als kompatibel zur Solarbank 3 Pro. Damit gibt es zwischen „alles lassen“ und „komplett auf Solarbank 4 wechseln“ eine dritte Option.
Wenn meine spätere Auswertung tatsächlich zeigt, dass 2,7 kWh regelmäßig nicht reichen, müsste ich also nicht automatisch die komplette Zentrale ersetzen. Ich könnte zuerst prüfen, ob eine Speichererweiterung technisch und wirtschaftlich die gezieltere Lösung ist. Die Kompatibilität des BP5000 nennt Anker aktuell für Solarbank 4 Pro, Solarbank 2 Pro/AC/Plus und Solarbank 3 Pro.
Diese Erweiterungsfrage habe ich inzwischen separat vertieft. Dort vergleiche ich nicht nur den BP5000, sondern auch den kleineren BP2700 mit meiner bestehenden Solarbank 3: Solarbank 3 Speicher erweitern: BP2700 oder BP5000 – was lohnt sich?
Quelle: Anker SOLIX BP5000 Erweiterungsakku.
5.000 W PV und bis zu 12 Module: hier wird die Solarbank 4 klar stärker
Bei der PV-Seite ist die Solarbank 4 für mich interessanter als beim reinen Speichervergleich. Meine Solarbank 3 kann laut Anker bis zu 3.600 W PV-Eingang und bis zu acht Panels verarbeiten. Die Solarbank 4 steigt auf 5.000 W PV-Eingang und bis zu 12 Module.
Für mein aktuelles 2.000-Wp-Carport ist diese Reserve noch weit entfernt. Wenn ich aber später deutlich mehr Modulfläche erschließen wollte, würde die neue Generation eine andere Ausbauperspektive eröffnen. Genau dann verändert sich die Rechnung: Mehr PV kann in schwächeren Stunden zusätzliche Energie liefern – und erst dadurch kann ein größerer Speicher häufiger sinnvoll gefüllt werden.
Meine heutige Anlage und die Gründe für die vier Module beschreibe ich im Beitrag zum 2.000-Watt-Balkonkraftwerk mit 800 VA.
PluginPower 2.0: der eigentliche Technologiesprung
Wenn ich beim Anker Solarbank 4 vs 3 Vergleich einen Punkt als echten Technologiesprung bezeichnen müsste, wäre es PluginPower 2.0. Die Solarbank 4 kann laut Anker bis zu 2.500 W netzgekoppelte Ausgangsleistung bereitstellen. Gleichzeitig bleibt der normale deutsche Plug&Play-Betrieb ab Werk auf 800 W ausgelegt.
Wichtiger Hinweis
2.500 W sind kein normaler Plug&Play-Betrieb.
Die Solarbank 4 wird in Deutschland ab Werk mit 800 W AC-Ausgangsleistung ausgeliefert. Für mehr als 800 W bis maximal 2.500 W verlangt Anker eine qualifizierte Elektrofachkraft, einen eigenen Stromkreis beziehungsweise die vorgesehene Hochleistungsanbindung und die Anmeldung beim Netzbetreiber.
Beachten: 800-W-Steckerbetrieb und PluginPower 2.0 als zwei unterschiedliche Anschlussfälle bewerten.
Vermeiden: Solarbank 3 mit 800 W und Solarbank 4 pauschal mit 2.500 W gegenüberzustellen, als wären beide Werte gleichwertiger Plug&Play-Betrieb.
Im Zweifel: Vor einer Hochleistungsanbindung die aktuelle Anker-Dokumentation und die Anforderungen des örtlichen Netzbetreibers mit dem Elektrofachbetrieb prüfen.
Quelle / Einordnung: Anker SOLIX – Solarbank 4 Pro / PluginPower 2.0
Für mich bedeutet das: Die 2.500 W sind kein Argument für einen einfachen Geräteaustausch an derselben Steckdose. Sie werden erst relevant, wenn ich bewusst eine größere elektrische Systemarchitektur plane und die dafür notwendige Installation mitdenke.
Smart Meter Gen 2: mehr Funktionen – mein A17X7 bleibt ein Prüfpunkt
Auch beim Energiemanagement legt die Solarbank 4 nach. Der Smart Meter Gen 2 ist laut Anker mit Solarbank 4 sowie Solarbank 2 und 3 kompatibel. Funktionen wie Dual-Circuit-Monitoring, aktiver Stromkreisschutz und bestimmte automatische Korrekturen sind bei der Solarbank 4 verfügbar, bei den älteren Generationen aber eingeschränkt.
Bei meinem vorhandenen A17X7 ist die Herstellerdokumentation derzeit widersprüchlich: Die Produktseite bezeichnet ihn im Fließtext als nur mit Solarbank 2 und 3 kompatibel, listet in den technischen Daten aber zugleich AE103 – die Solarbank 4 – unter den kompatiblen Produkten. Deshalb würde ich bei einem echten Upgrade nicht einfach voraussetzen, dass mein vorhandener Zähler unverändert weiterläuft, sondern die aktuelle Freigabe für genau meinen Anschlussfall vor dem Kauf bestätigen.
Quelle: Anker SOLIX Smarter Zähler A17X7. Meine reale Installation mit diesem Zähler beschreibe ich separat in meinen Anker-SOLIX-Smart-Meter-Erfahrungen.
Wann sich die Solarbank 4 statt der Solarbank 3 lohnt
Für mich ergibt sich aus Technik und Messwerten keine pauschale Siegerin. Sinnvoller ist eine Entscheidung nach dem Problem, das tatsächlich gelöst werden soll.
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| Situation | Sinnvollster Weg | Warum |
|---|---|---|
| 2.000 Wp wie bei mir, kaum Export, 800-W-Betrieb reicht | Solarbank 3 behalten | Die vorhandene Technik nutzt meinen bisherigen Solarstrom bereits sehr weitgehend selbst. |
| Speicher wird später regelmäßig voll, danach Export und später wieder Netzbezug | Solarbank 3 + BP5000 prüfen | Mehr Kapazität ohne kompletten Generationswechsel. |
| Deutlich mehr PV, bis zu 12 Module, großer Speicherausbau oder >800-W-System geplant | Solarbank 4 prüfen | Dann werden 5.000 W PV, 30-kWh-Ausbau und PluginPower 2.0 tatsächlich nutzbar. |
Wer neu startet und ohnehin ein großes System plant, bewertet die Solarbank 4 natürlich anders als ich als Besitzer einer funktionierenden Solarbank 3. Mein Vergleich beantwortet deshalb bewusst die Upgrade-Frage – nicht die Frage, welches Gerät auf dem Datenblatt grundsätzlich leistungsfähiger ist.
Meine Entscheidung für mein 2.000-Wp-System
Für mein aktuelles System lautet die Entscheidung heute: Ich würde nicht von der Solarbank 3 auf die Solarbank 4 wechseln. Die neue Generation bietet objektiv mehr Speicher, mehr PV-Reserve und eine deutlich größere Leistungsklasse. Meine eigenen Daten zeigen aber bisher nur 2,13 kWh Export bei 496,8 kWh Erzeugung. Mir fehlt damit bislang kein überzeugender Nachweis, dass ein doppelt so großer Basisspeicher den Wechsel rechtfertigt.
Wenn sich das nach einem längeren Messzeitraum ändert, würde ich zuerst den konkreten Engpass bestimmen: zu wenig Speicherkapazität, zu wenig PV-Energie oder zu wenig nutzbare AC-Leistung? Bei einem reinen Kapazitätsproblem ist der BP5000 für meine Solarbank 3 der erste Kandidat. Die Solarbank 4 würde für mich dann interessant, wenn ich das Gesamtsystem bewusst größer aufbauen möchte.
Die Solarbank 4 habe ich selbst nicht getestet. Dieser Teil der Einordnung stützt sich auf den technischen Stand der Anker-Unterlagen vom 25.08.2026. Meine Aussagen zur Solarbank 3 und zu den Messwerten stammen dagegen aus meinem eigenen System.
Wenn du die Solarbank 4 aktuell kaufen möchtest, prüfe beim Angebot genau den Lieferumfang: Amazon führt unter einer gemeinsamen Produktseite mehrere Varianten und Sets. Die folgende Box bezieht sich auf die von mir verifizierte Variante Solarbank 4 Pro + Smart Meter Gen 2.
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