WORX WG583E oder Makita UB005G? 7 klare Unterschiede

WORX WG583E oder Makita UB005G? Für mich ist das keine theoretische Markenfrage. Den WORX WG583E nutze ich selbst: Als Laubbläser gefällt er mir, beim Saugen muss ich mit dem Rohr aber deutlich näher an einzelne Blätter heran, als ich beim Kauf erwartet hatte. Genau deshalb ist der Makita UB005G für mich interessant – nicht weil „XGT“ automatisch besser wäre, sondern weil sein Saugbetrieb anders aufgebaut ist.

Meine Evidenz: Den WORX WG583E habe ich selbst beim Blasen, Saugen und Häckseln im Garten eingesetzt. Der Makita UB005G ist dagegen bislang reine Kaufrecherche; ich habe ihn nicht selbst getestet. Mein Makita-XGT-System mit zwei BL4040F und passendem Ladegerät ist vorhanden. Herstellerwerte zum UB005G kennzeichne ich deshalb ausdrücklich als solche und leite daraus keinen erfundenen Praxissieger ab.

TL;DR: WORX WG583E oder Makita UB005G in 30 Sekunden

Schnellentscheidung

Welches Konzept passt besser zu dir?

Die wichtigste Frage ist nicht WORX gegen Makita, sondern ob du vor allem kräftig blasen, komfortabler saugen oder einen bereits funktionierenden WG583E ersetzen willst.

1

BLASEN IM MITTELPUNKT

WG583E behalten

Der WORX erfüllt bei mir die Blasaufgabe gut und kann zusätzlich saugen und häckseln.

Wichtig: Mein Kritikpunkt ist nicht, dass er gar nicht saugt, sondern der geringe Arbeitsabstand beim Einsaugen.

Wenn dich genau das nicht stört, fehlt ein starker Wechselgrund.

3

NUR SAUGABSTAND ZÄHLT

Noch keinen Sieger kaufen

Keiner der Herstellerwerte sagt, aus welchem Abstand ein einzelnes Blatt auf Rasen oder unter der Hecke aufgenommen wird.

Wichtig: Dafür bräuchte es einen direkten Praxistest unter gleichen Bedingungen.

Nicht allein wegen 42 mbar wechseln.

Transparenz: Der WG583E ist eigene Praxis. Der UB005G ist Kaufrecherche anhand von Makita-Daten und meinem vorhandenen XGT-System.

WORX WG583E oder Makita UB005G: 7 Unterschiede im direkten Vergleich

Auf dem Smartphone seitlich wischen, um alle Spalten zu sehen.

KaufmerkmalWORX WG583EMakita UB005G
Akkukonzept40 V Max aus 2 × 20-V-PowerShare-Akkus1 × 40-V-max-XGT-Akku
Eigene NutzungJaNein
Fangsack36 l25 l
Funktionswechselwerkzeugloser Umbau von Blasen zu SaugenUmschalten per Hebel, ohne Umbau
Führung im SaugbetriebSaugrohr mit Rädernbreite Düse mit zwei Rollen + Schultergurt
Herstellerwert Saugenkein separat ausgewiesener Unterdruck auf der deutschen Produktseitebis 6,8 m³/min, 42 mbar, 150 W
Hauptfragegeringer Arbeitsabstand stört mich praktischgrößerer Saugabstand durch Datenblatt nicht bewiesen

Beim WORX stammen die technischen Angaben von der deutschen WG583E-Produktseite. Für den Makita nutze ich die Makita-Produktseite zum UB005G und die aktuelle Bedienungsanleitung. Die beiden Hersteller veröffentlichen nicht dieselben Kennwerte; deshalb ist ein scheinbar einfacher „Saugleistungs-Sieger“ aus der Tabelle nicht seriös.

1. Akkusystem: zwei 20-V-Akkus gegen einen XGT-Akku

Der WG583E gehört zur 40-V-Max-Klasse von WORX und nutzt dafür zwei 20-V-PowerShare-Akkus. In meinem Gerät laufen auf den Praxisfotos zwei Pattfield-20-V-Akkus; diese konkrete Kombination funktioniert bei mir. Daraus leite ich keine allgemeine Freigabe für beliebige Fremdakkus ab.

Der UB005G arbeitet mit einem 40-V-max-XGT-Akku. Für mich ist das relevant, weil zwei BL4040F und das passende XGT-Ladegerät bereits vorhanden sind. Der Systemwechsel wäre für mich deshalb kleiner als für jemanden ohne XGT. Das ist aber ein Kosten- und Logistikvorteil – noch kein Beweis für das bessere Gerät.

Zwei 20-Volt-Akkus neben dem WORX WG583E
Mein WG583E arbeitet in dieser Praxisaufnahme mit zwei 20-V-Akkus. Beim Makita UB005G wäre mein vorhandenes XGT-System der Systemanker.

2. Saugen: meine WORX-Praxis gegen Makita-Herstellerdaten

Beim WG583E kenne ich das Verhalten aus meinem Garten: Laub wird eingesaugt und sichtbar zerkleinert. Mein Kritikpunkt ist der Abstand. Auf Rasen und unter der Hecke muss ich mit dem Rohr häufig sehr nah an einzelne Blätter heran. Das ist eine echte Praxiserfahrung – und genau deshalb suche ich überhaupt nach einer Alternative.

Makita nennt für den UB005G im Saugbetrieb bis zu 6,8 m³/min Luftvolumen, maximal 42 mbar Unterdruck und 150 W maximale Saugleistung. Diese Werte sind technisch interessant, beantworten meinen konkreten Arbeitsabstand aber nicht direkt.

3. Arbeitsabstand: genau hier bleibt die wichtigste Frage offen

Für mich ist das der entscheidende Unterschied zwischen Datenblatt und Praxis. Ein maximaler Unterdruck von 42 mbar klingt passend zu meiner Problemstellung. Trotzdem lässt sich daraus nicht ableiten, dass ein Blatt beispielsweise aus 10, 20 oder 30 cm Entfernung aufgenommen wird. Düsengeometrie, Luftstrom, Untergrund, Blattgröße und Feuchtigkeit wirken zusammen.

Deshalb würde ich den UB005G aktuell als interessanteren Testkandidaten bezeichnen, nicht als bewiesenen Sieger. Was Unterdruck und Luftmenge bei Laubsaugern überhaupt bedeuten, habe ich im Beitrag Laubsauger Saugleistung getrennt erklärt.

WORX WG583E als Laubsauger mit langem Saugrohr und Rollen
Diesen Saugeraufbau nutze ich selbst. Er nimmt Laub auf, verlangt mir beim einzelnen Blatt aber häufig einen geringen Arbeitsabstand ab.

4. Funktionswechsel: Umbauen beim WORX, Hebel beim Makita

Der WG583E ist tatsächlich ein 3-in-1-Gerät, aber der Wechsel zwischen Blasen und Saugen bedeutet einen Umbau: anderes Rohr, Fangsack und Freigabe des Ansaugbereichs. Das geschieht werkzeuglos, bleibt aber ein echter Arbeitsschritt.

Beim UB005G ist das Konzept anders. Makita beschreibt einen Umschalthebel für Blas- und Saugbetrieb; das Gerät muss dafür nicht von einem Blasaufbau in einen separaten Saugeraufbau zerlegt werden. Wenn du häufig zwischen beiden Funktionen wechselst, ist das für mich der klarste Bedienvorteil des Makita.

5. Fangsack: 36 Liter gegen 25 Liter

WORX nennt 36 Liter Fangvolumen, Makita 25 Liter. Rein nach Volumen hat der WG583E damit den größeren Sack. Wie oft tatsächlich geleert werden muss, hängt zusätzlich davon ab, wie stark das Material zerkleinert wird und wie dicht es sich im Sack sammelt.

Ich würde die 11 Liter Unterschied deshalb nicht zum alleinigen Kaufargument machen. Bei großen Laubmengen ist das WG583E-Volumen angenehm; bei meiner Suche nach komfortablerem Einsaugen ist die Düse für mich wichtiger.

6. Führung: Beide haben Rollen, aber nicht dasselbe Konzept

Auch mein WORX besitzt Räder am langen Saugrohr. Deshalb wäre die Aussage „Makita hat Rollen, WORX nicht“ schlicht falsch. Der Unterschied liegt eher im Aufbau: Beim WG583E nutze ich einen langen, separaten Saugeraufbau. Beim UB005G sitzt die breite Düse mit zwei Rollen am kombinierten Bläser-/Saugerkonzept; Makita liefert zusätzlich einen Schultergurt.

Makita nennt je nach zulässiger Akku-/Anbaukonfiguration etwa 4,2 bis 5,7 kg. Beim WORX nennt die deutsche Produktseite 2,9 beziehungsweise 3,8 kg ohne Akku für die verschiedenen Konfigurationen. Da beide Hersteller unterschiedlich messen und ausstatten, würde ich daraus keinen scheinbar exakten Handhabungssieger ableiten.

WORX WG583E mit montiertem Blasrohr im Garten
Als Bläser überzeugt mich der WG583E deutlich mehr. Für den Saugbetrieb wird der Aufbau verändert – beim UB005G erfolgt der Funktionswechsel laut Makita per Hebel.

7. Wechselkosten: Für mich ist XGT schon vorhanden

Wer bereits PowerShare-Akkus besitzt und mit dem WG583E zufrieden ist, hat finanziell einen klaren Grund, beim vorhandenen System zu bleiben. Wer neu in XGT einsteigen müsste, sollte Akku und Ladegerät zusätzlich zum Solo-Gerät einrechnen.

Bei mir ist die Situation anders: XGT-Akkus und Ladegerät sind vorhanden. Deshalb könnte ich den UB005G als Solo-Gerät in mein bestehendes System integrieren. Der Wechsel ist für mich dadurch plausibler – aber nur dann sinnvoll, wenn der Makita mein konkretes Saugproblem in der Praxis wirklich besser löst.

Was bedeuten 42 mbar beim UB005G wirklich?

Der maximale Unterdruck beschreibt die Druckdifferenz, die ein Saugsystem unter stark eingeschränktem Luftstrom aufbauen kann. Für das Aufnehmen von Laub ist zusätzlich wichtig, wie viel Luft durch die Düse strömt und wie diese Strömung vor der Öffnung verteilt wird. Deshalb kann ein hoher Unterdruck interessant sein, ohne automatisch einen großen Aufnahmeabstand zu garantieren.

Beim UB005G nennt Makita neben 42 mbar bis 6,8 m³/min Saugluft und 150 W maximale Saugleistung. Das macht ihn zu einem technisch anders ausgelegten Kandidaten als mein WG583E. Der saubere nächste Schritt wäre aber ein identischer Test auf Rasen, Pflaster und unter der Hecke – jeweils mit demselben Laub und definierten Abständen.

Würde ich meinen WG583E jetzt gegen den UB005G tauschen?

Noch nicht allein aufgrund des Datenblatts. Mein WG583E ist als Bläser brauchbar bis gut und funktioniert auch als Sauger. Sein Nachteil für mich ist sehr konkret: Ich muss das Rohr beim Einsaugen häufig näher an einzelne Blätter bringen, als ich möchte. Genau dieses Kriterium müsste der UB005G im direkten Test besser erfüllen.

Die Recherche reicht aber aus, um den Makita für meine Situation vorzusortieren. Im Vergleich Makita UB003G oder UB005G ist der UB005G bereits der Kandidat, den ich wegen höherem Unterdruck, Rollen und Hebel-Umschaltung zuerst praktisch prüfen würde. Der direkte Vergleich mit dem WORX macht jetzt klar, warum.

Entscheidungs-Check: Lohnt sich der Wechsel vom WORX zum Makita?

Entscheidungs-Check

WG583E behalten oder UB005G prüfen?

Wähle bei jeder Frage A, B oder C. A spricht eher fürs Behalten, B fürs Prüfen des UB005G und C gegen eine vorschnelle Entscheidung.

ABlasen ist meine Hauptaufgabe; der WORX-Umbau stört mich nicht.

BSaugen ist wichtig; geringer Arbeitsabstand und Umbau stören mich.

CNur ein größerer Saugabstand würde den Kauf rechtfertigen – dafür fehlt mir noch der Praxistest.

Auswertung

Meistens A: WG583E behalten

Wenn Blasen im Mittelpunkt steht und dich der Umbau nicht stört, ist ein Wechsel aus meiner Sicht schlecht begründet.

Meistens C: Kauf zurückstellen

Wenn nur ein größerer Saugabstand zählt, fehlt ohne direkten Test noch der entscheidende Beleg.

WORX WG583E und Makita UB005G: Kaufoptionen

Beim WORX beziehe ich meine Empfehlung auf die eigene Nutzung. Der Makita bleibt eine recherchierte Option. Bei beiden Angeboten vor der Bestellung auf Modellendung, Akku-/Ladegerät-Lieferumfang und enthaltenes Zubehör achten.

WORX WG583E: Für mich weiterhin gut, wenn Blasen im Mittelpunkt steht und die Saugfunktion als Zusatz genutzt wird. Der geringe Arbeitsabstand beim Saugen ist mein persönlicher Hauptkritikpunkt.

Makita UB005G: Für mich der interessantere Testkandidat, wenn Saugen wichtiger wird: 42 mbar maximaler Unterdruck, 25-l-Sack, breite Düse mit Rollen und Funktionswechsel per Hebel. Noch kein eigener Test.

Mein Fazit: Der UB005G ist für mich ein Testkandidat, noch kein Ersatz

Meine Einordnung

WG583E behalten – UB005G nur mit klarem Saugziel prüfen

Mein WORX ist kein Fehlkauf: Beim Blasen bin ich zufrieden, Saugen und Häckseln funktionieren. Ein Wechsel zum UB005G wäre für mich nur dann sinnvoll, wenn Saugen wichtiger wird und der Makita den von mir gewünschten Arbeitsabstand tatsächlich besser erreicht.

Kein eigener UB005G-Test. Die Makita-Einordnung basiert auf Herstellerdaten und meinem vorhandenen XGT-System.

Quellen und Grenzen des Vergleichs

Herstellerquellen: WORX WG583E sowie Makita UB005G. Für den Makita nutze ich zusätzlich die aktuelle Bedienungsanleitung mit den Saugbetriebsdaten. Eigene Messwerte zum UB005G, zum maximalen Saugabstand oder zu einer direkten WG583E-vs.-UB005G-Laufzeit gibt es hier nicht.

Weiterlesen: WORX-Praxis, Makita XGT und Saugleistung

Wenn du tiefer einsteigen willst, passen drei bestehende Beiträge: meine vollständigen WG583E-Praxiserfahrungen, der direkte XGT-Vergleich UB003G gegen UB005G und die technische Einordnung von Luftmenge, Unterdruck und Saugabstand.

Ich stehe auf meinem selbst gebauten Carport und drücke die EPDM-Folie des Daches mit einer Rasenwalze an.
Die EPDM-Folie des selbst gebauten Carport-Daches wird mit einer Rasenwalze angedrückt.
Andreas Jäger
Heimwerker & Werkzeug-Enthusiast

Seit Jahren sind Haus, Werkstatt und Garten meine Dauerbaustelle – von Pflasterarbeiten und Gartenprojekten bis zum selbst gebauten Carport.

Eines habe ich dabei gelernt: Wer billiges Werkzeug kauft, flucht doppelt.

Ich bin kein Tischlermeister, sondern ambitionierter Selbermacher. Werkzeuge beurteile ich deshalb aus genau der Perspektive, die für perfektes-werkzeug.de entscheidend ist: Wie gut funktionieren sie bei echten Projekten – und lohnt sich der Aufpreis wirklich?

Dabei verlasse ich mich nicht nur auf Datenblätter. Ich vergleiche Modelle, dokumentiere meine Praxiserfahrungen und prüfe technische Unterschiede, bevor ich eine Empfehlung ausspreche.

Mein Ziel: Dir die Recherche abzunehmen und Werkzeuge herauszufiltern, die für anspruchsvolle Heimwerker wirklich sinnvoll sind.