Makita DUB187 oder DUB363? Wer im LXT-System einen Akku-Laubsauger sucht, landet schnell bei genau diesen beiden Geräten. Auf dem Datenblatt wirkt die Entscheidung zunächst einfach: Der DUB363 ist größer, nutzt zwei 18-V-Akkus und bewegt deutlich mehr Luft. Der DUB187 ist leichter, kompakter und braucht nur einen Akku. Für meine eigentliche Frage reicht das aber nicht.
Ich suche nach meinem WORX WG583E vor allem einen Laubsauger, der den Saugbetrieb überzeugender löst. Beim WORX stört mich weniger die Blasleistung als der geringe praktische Abstand beim Aufnehmen einzelner Blätter. Im Akku-Laubsauger Vergleich ist der DUB363 deshalb als besonders interessanter Makita-Kandidat aufgefallen.
Transparenz: DUB187 und DUB363 habe ich bislang nicht selbst getestet. Bei mir sind passende Makita-LXT-Akkus und Ladegeräte bereits vorhanden; dadurch ist die Systemfrage für meine persönliche Kaufentscheidung anders als für einen Neueinsteiger. Technische Aussagen in diesem Beitrag stammen von Makita, die Praxisbewertung des DUB187 aus dem aktuellen Test von selbst ist der Mann mit TÜV Rheinland.
TL;DR: Makita DUB187 oder DUB363
Schnellentscheidung
DUB187 oder DUB363 – welcher passt besser?
Die Entscheidung hängt weniger an „18 oder 36 Volt“ als an Laubmenge, Gewicht und der Frage, ob du wirklich mehr Saugabstand erwartest.
1
LEICHTER & EINFACHER
Makita DUB187
Ein Akku, 25-l-Fangsack und 3,7–4,0 kg inklusive Akku. Sinnvoll für kleinere Flächen und überschaubare Laubmengen.
Wichtig: Handlichkeit, nur ein Akku und die Laufrollen sprechen für das kompaktere Gerät.
Nimm ihn, wenn geringeres Gewicht wichtiger ist als maximale Luftmenge.
2
MEHR RESERVE
Makita DUB363
2×18V LXT, 50-l-Fangsack, 762 m³/h im Saugbetrieb und deutlich stärkere Blasleistung.
Wichtig: Mehr Luftmenge und doppelt so großer Fangsack bringen bei größeren Laubmengen echte Reserven.
Für größere Laubmengen und vorhandene LXT-Akkus ist er der interessantere Kandidat.
3
SAUGABSTAND ALS HAUPTPROBLEM
Noch kein sicherer Sieger
Der DUB363 bewegt viel mehr Luft, der maximale Unterdruck ist mit 32 zu 33 mbar aber nahezu identisch zum DUB187.
Wichtig: Für größere Aufnahmeentfernung fehlt ein direkter Praxistest; das Datenblatt beantwortet diese Frage nicht.
Nicht allein wegen der höheren Luftmenge kaufen, wenn ausschließlich der Saugabstand besser werden soll.
Transparenz: Ich besitze weder DUB187 noch DUB363. Die Einordnung basiert auf Makita-Daten, dem externen DUB187-Test und meiner eigenen Problemstellung aus dem WORX-Einsatz.
Makita DUB187 oder DUB363? 7 Unterschiede, die wirklich zählen
Die wichtigsten Herstellerdaten zeigen auf einen Blick, wo der DUB363 wirklich mehr Reserve bietet – und wo der DUB187 überraschend nah dran bleibt.
Auf dem Smartphone seitlich wischen, um alle Spalten zu sehen.
| Kriterium | DUB187 | DUB363 |
|---|---|---|
| Akkusystem | 18 V LXT, 1 Akku | 2×18 V LXT, 2 Akkus |
| Saugluftmenge | 366 m³/h | 762 m³/h |
| Max. Unterdruck | 33 mbar | 32 mbar |
| Blas-Luftmenge | 252 m³/h | 804 m³/h |
| Luftgeschwindigkeit | 64 m/s | 65 m/s |
| Fangsack | 25 l | 50 l |
| Gewicht inkl. Akku(s) | 3,7–4,0 kg | 4,5–6,6 kg |
| Motor | kein bürstenloser Motor in der Makita-Produktinfo ausgewiesen | bürstenlos |
| Bauart | Umschalt-Kombigerät | Umbau mit Absaugset |
| Externer Test | 3,6/5; bestes 18-V-Gerät im Test | nicht im selben Test geprüft |
Schon die Tabelle zeigt die wichtigste Besonderheit: Der DUB363 ist beim Luftdurchsatz eine andere Leistungsklasse, beim maximalen Unterdruck aber nicht. Genau diese Kombination ist für die Frage nach der tatsächlichen Saugleistung spannender als die reine Akkuspannung.
1. Saugluftmenge: DUB363 bewegt gut doppelt so viel Luft
Makita nennt für den DUB187 6,1 m³/min beziehungsweise 366 m³/h im Saugbetrieb. Beim DUB363 sind es 762 m³/h. Damit bewegt der große 2×18-V-Makita rechnerisch rund 2,1-mal so viel Luft durch das Saugsystem.
Das spricht klar für den DUB363, wenn viel loses Laub kontinuierlich aufgenommen werden soll. Mehr Volumenstrom bedeutet, dass pro Zeiteinheit deutlich mehr Luft – und damit potenziell mehr leichtes Material – durch das Rohr transportiert werden kann. Für größere Laubmengen ist das ein echter Vorteil.
Es ist aber noch nicht dieselbe Aussage wie „der DUB363 saugt ein Blatt aus doppelter Entfernung an“. Genau dafür muss der zweite Wert betrachtet werden.
2. Unterdruck: überraschend 33 mbar gegen 32 mbar
Beim maximalen Unterdruck dreht sich das Bild sogar leicht um: Makita gibt für den DUB187 33 mbar und für den DUB363 32 mbar an. Der kleinere DUB187 hat damit auf dem Papier keinen schwächeren Maximal-Unterdruck.
Volumenstrom und Unterdruck beschreiben unterschiedliche Eigenschaften eines Saugsystems. Vereinfacht gesagt zeigt der Volumenstrom, wie viel Luft bewegt wird; der Unterdruck beschreibt die Druckdifferenz, die das System erzeugen kann. Für die Aufnahme eines Blattes am Rohrende spielen beide Werte zusammen mit Rohrdurchmesser, Düsengeometrie und Abstand eine Rolle.
Wichtig für die Kaufentscheidung
Doppelte Luftmenge bedeutet nicht automatisch doppelte Saugdistanz
Der DUB363 bewegt im Saugbetrieb rund 2,1-mal so viel Luft wie der DUB187. Der maximale Unterdruck liegt mit 32 gegenüber 33 mbar aber praktisch auf demselben Niveau. Wie weit ein Blatt vor der Düse tatsächlich reagiert und aufgenommen wird, hängt zusätzlich von Rohrgeometrie, Querschnitt, Strömung und Material ab.
Beachten: Mehr Volumenstrom spricht für höheren Materialdurchsatz und mehr Reserven bei größeren Laubmengen.
Vermeiden: Aus 762 statt 366 m³/h direkt auf einen doppelt so großen Saugabstand schließen.
Im Zweifel: Den realen Aufnahme- und Arbeitsabstand erst in einem direkten Praxistest bewerten.
PW-Einordnung: Für meinen konkreten WORX-Kritikpunkt ist der DUB363 deshalb interessant, aber anhand der Herstellerdaten noch kein bewiesener Saugabstand-Sieger.
Genau hier liegt für mich die wichtigste Erkenntnis des Vergleichs: Der DUB363 ist eindeutig der größere Luftförderer – aber anhand der Daten kann ich nicht behaupten, dass er mein WORX-Problem mit dem geringen Arbeitsabstand sicher löst. Mehr dazu habe ich grundsätzlich im Ratgeber zur Laubsauger Saugleistung erklärt.
3. Fangsack: 25 Liter gegen 50 Liter
Beim Fangvolumen ist der Unterschied eindeutig. Der DUB187 besitzt einen 25-l-Fangsack, der DUB363 einen 50-l-Fangsack. Der größere Makita verdoppelt damit das nominelle Auffangvolumen.
Für wenige Blätter auf kleineren Flächen ist das kein zwingender Vorteil – ein kleiner Sack hält das Gerät kompakter. Bei größeren Laubmengen bedeutet der 50-l-Sack dagegen weniger Unterbrechungen zum Entleeren. Gerade wenn Saugen tatsächlich der Hauptarbeitsgang werden soll, ist das für mich ein starkes Argument zugunsten des DUB363.
4. Gewicht: der DUB187 ist deutlich handlicher
Die zusätzliche Leistung des DUB363 muss getragen werden. Makita nennt für den DUB187 3,7 bis 4,0 kg inklusive Akku. Beim DUB363 reicht die Herstellerangabe je nach Konfiguration bis 6,6 kg inklusive Akkus.
Der DUB187 hat außerdem Laufrollen am Ende des Saugrohrs. Dadurch lässt sich das Gerät bei bodennaher Arbeit abstützen und über ebene Bereiche führen. Beim DUB363 gehört ein Schultergurt zum Lieferumfang, trotzdem bleibt er mit Saugset und zwei Akkus das deutlich massivere Gerät.
Wer lange am Stück unter Hecken oder auf kleinen Rasenflächen arbeitet, sollte diesen Unterschied nicht unterschätzen. Mehr Leistungsreserve hilft wenig, wenn das höhere Gewicht dazu führt, dass das Gerät nach kurzer Zeit unangenehm wird.
5. Blasleistung: hier ist der DUB363 klar überlegen
Beim Blasen liegen beide bei der maximalen Luftgeschwindigkeit erstaunlich dicht zusammen: 64 m/s beim DUB187 und 65 m/s beim DUB363. Beim Luftvolumen trennen sie dagegen Welten. Makita nennt für den DUB187 im Blasbetrieb 4,2 m³/min beziehungsweise 252 m³/h, für den DUB363 13,4 m³/min beziehungsweise 804 m³/h.
Wenn das Gerät nicht nur saugen, sondern auch größere Laubmengen zusammenblasen soll, ist der DUB363 deshalb deutlich interessanter. Für meine weitere Kaufentscheidung ist inzwischen aber vor allem der Vergleich mit den neuen XGT-Saugern relevant: UB003G und UB005G bieten ebenfalls Blas- und Saugfunktion, unterscheiden sich aber deutlich bei Luftdurchsatz, Unterdruck, Fangsack und Bedienung. Den direkten Vergleich findest du unter Makita UB003G oder UB005G.
6. Umbau und Verstopfungen: Komfort gegen getrenntes Absaugset
Der DUB187 ist als Umschalt-Kombigerät aufgebaut. Das ist bequem, weil die Funktionen schnell gewechselt werden können. Genau diese Konstruktion zeigte im aktuellen Praxistest aber einen Nachteil: selbst ist der Mann und TÜV Rheinland kritisierten, dass sich Verstopfungen schlecht beseitigen lassen, weil das obere Rohr nicht abnehmbar ist. Der DUB187 wurde trotzdem mit 3,6/5 das beste Gerät der getesteten 18-V-Klasse.
Der DUB363 verfolgt ein anderes Konzept. Er wird mit einem separaten Absaugset vom Bläser zum Sauger umgebaut; bei der Solo-Saugvariante DUB363ZV gehören Saugrohre und Absaugset zum Lieferumfang. Das ist weniger spontan als ein Umschalter. Einen belastbaren direkten Fremdtest, der zeigt, dass Verstopfungen beim DUB363 tatsächlich einfacher zu beseitigen sind, habe ich aber nicht gefunden – deshalb werte ich das nicht als Vorteil.
7. Akkusystem und Varianten: beim DUB363 auf „ZV“ achten
Der DUB187 läuft mit einem 18-V-LXT-Akku. Der DUB363 benötigt zwei 18-V-LXT-Akkus gleichzeitig. Wer bereits mehrere LXT-Akkus besitzt, muss deshalb kein neues System kaufen; wer bei null startet, muss die Kosten für zwei Akkus stärker berücksichtigen.
Beim Kauf ist außerdem die genaue Modellbezeichnung wichtig. DUB187Z wird ohne Akku und Ladegerät geliefert, der Fangsack gehört dazu. Beim großen Modell ist DUB363ZV die relevante Solo-Variante für Blasen und Saugen: Sie enthält das Absaugset, aber keine Akkus und kein Ladegerät. DUB363PT2V ist die Set-Variante mit zwei BL1850B und DC18RD.
Für jemanden, der bereits passende LXT-Akkus und ein Doppel-Schnellladegerät besitzt, ist deshalb besonders die DUB363ZV-Variante interessant. Wer neu einsteigt, sollte dagegen immer den Gesamtpreis inklusive zweier Akkus vergleichen.
Was sagt der externe Test zum DUB187 – und was nicht zum DUB363?
Im aktuellen Laub-Saug-Bläser-Test von selbst ist der Mann zusammen mit TÜV Rheinland wurde der DUB187 geprüft. Er erreichte 3,6 von 5 Punkten und war damit das beste Gerät der dort getrennt bewerteten 18-V-Klasse. Positiv wurde die ordentliche Leistung eingeordnet; klarer Kritikpunkt war die schwierige Entfernung von Verstopfungen.
Der DUB363 war nicht Bestandteil dieses Tests. Deshalb übertrage ich weder die DUB187-Bewertung auf ihn noch erfinde ich einen eigenen Testsieger zwischen den beiden. Die stärkeren Herstellerwerte des DUB363 sind real – wie sie sich bei Saugabstand, Verstopfungen und Balance auswirken, bleibt ohne direkten Praxistest offen.
DUB187 oder DUB363: welchen würde ich für meinen Einsatz wählen?
Wenn ich nur zwischen diesen beiden Makita-Modellen wählen müsste, würde ich für meine eigene Situation zunächst den DUB363ZV näher ansehen. Der Grund ist nicht „36 V ist immer besser“, sondern die Kombination aus 762 m³/h Saugluft, 50-l-Fangsack, wesentlich stärkerem Blasbetrieb und bereits vorhandenem LXT-System.
Der DUB187 wäre für mich dann die bessere Wahl, wenn Gewicht und einfache Handhabung wichtiger wären als maximale Reserven. Für kleine Flächen ist ein Gerät mit nur einem Akku und 4 kg deutlich angenehmer als ein Sauger, der mit Ausstattung bis 6,6 kg erreicht.
Mein eigentlicher Kritikpunkt bleibt aber bewusst offen: Wenn das einzige Kaufziel lautet „Ich möchte das Saugrohr deutlich weiter vom Laub entfernt halten“, ist der DUB363 anhand der Herstellerdaten noch kein sicherer Kauf. Seine gut doppelte Luftmenge macht ihn spannend, der nahezu identische Maximal-Unterdruck verhindert aber eine seriöse Vorhersage.
Meine Einordnung
Für mehr Reserve DUB363 – für Handlichkeit DUB187
Auswahl nach Einsatz
Für meine eigene Suche wäre der DUB363ZV der interessantere Kandidat. Vorhandene LXT-Akkus senken meine Systemkosten, und 762 m³/h Saugluft, 50-l-Fangsack und der deutlich stärkere Blasbetrieb bieten mehr Reserven. Ich würde ihn aber nicht allein mit der Erwartung kaufen, dass das Saugrohr deutlich weiter vom Laub entfernt bleiben kann.
1
DUB187 für Handlichkeit
Ein Akku, 25-l-Fangsack und bis 4,0 kg machen ihn für kleinere Flächen und längeres Tragen angenehmer.
2
DUB363 für mehr Laubmenge
Gut doppelte Saugluftmenge, 50-l-Fangsack und starke Blasleistung sprechen für größere Flächen und mehr Material.
3
Saugabstand bleibt offen
32 zu 33 mbar Maximal-Unterdruck liefern keinen Beleg dafür, dass der DUB363 einzelne Blätter aus deutlich größerer Entfernung aufnimmt.
Was noch fehlt
Ein direkter PW-Vergleich des realen Reaktions-, Aufnahme- und Arbeitsabstands beider Geräte.
Nächster Schritt
Als Nächstes folgt DUB363 gegen UB001G XGT: echte Saugfunktion oder deutlich stärkeres 40V-Blasen?
Mein nächster Makita-Vergleich: UB003G gegen UB005G XGT
Wer statt 18V LXT direkt in Makitas 40V-XGT-System schaut, steht inzwischen vor einer spannenderen Entscheidung: Der UB003G setzt auf viel Luftdurchsatz und einen 50-Liter-Fangsack, während der UB005G mit höherem Unterdruck und dem Wechsel zwischen Blasen und Saugen ohne Umbau ein anderes Konzept verfolgt. Ich habe beide Modelle deshalb im Beitrag Makita UB003G oder UB005G? Welcher XGT-Laubsauger passt besser? direkt gegenübergestellt.
Quellen und Datenbasis
Herstellerdaten: Makita DUB187 Produktinformation, Makita DUB363 Produktinformation sowie Makita Maschinen- und Gartenkataloge für Saugluftmenge, Unterdruck, Fangsack und Lieferumfang. Externe Praxisquelle: Laub-Saug-Bläser-Test von selbst ist der Mann mit TÜV Rheinland.
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